Ein offenes Ohr braucht's häufiger als Pfefferspray: Als Ehrenamtler bei der "sächsischen Sicherheitswacht"

Flöha - Wenn Bürger ein Anliegen haben oder sogar Gefahr droht, kommen neben Polizisten auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter der sächsischen Sicherheitswacht zum Einsatz. Thomas Karl (51) ist einer von ihnen und in Flöha (Landkreis Mittelsachsen) unterwegs, um die Welt ein wenig besser zu machen.

Thomas Karl (51) ist als Ehrenamtler für die Sicherheitswacht im Einsatz.  © Ralph Kunz

40 Stunden im Monat ist Thomas Karl entweder in den Straßen Flöhas oder auf Events unterwegs. Seine Tätigkeiten: Er hilft zum Beispiel Leuten, die beim Flöhaer Bahnhof mit dem Fahrkartenautomaten nicht zurechtkommen. Oder gibt Beschwerden über fehlende Geschwindigkeitsbegrenzungen vor Schulen weiter. Aktuell werden wieder Ehrenamtler gesucht.

Die Motivation für das Ehrenamt entspringt seinem Gerechtigkeitsempfinden: "Man kann durchaus der Gesellschaft etwas zurückgeben", so Karl.

Hauptberuflich arbeitet der gelernte Koch für den Stadtordnungsdienst der mittelsächsischen Kreisstadt. Als Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes gehören zu seiner Zielgruppe: "Leute, die ab und zu mal Hilfe brauchen."

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Seit vier Jahren übt Thomas Karl das Ehrenamt aus. Auf Patrouille darf er zwar keine Pistole tragen, dafür ist er immer mit Taschenlampe und Pfefferspray "bewaffnet". Letzteres kam bisher nicht zum Einsatz.

Auch die Aufnahme von Unfällen oder Anzeigen muss er den Beamten überlassen. Doch er hat immer ein offenes Ohr.

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Wenn Bürger um Rat fragen, ist Thomas Karl zur Stelle.  © Ralph Kunz
Aktuell werden wieder Ehrenamtler gesucht.  © Ralph Kunz

Chemnitzer Polizei sucht Ehrenamtler

Seine Arbeit als Mitarbeiter der Sicherheitswacht macht er gerne, obwohl sich die Kommunikation mit den Bürgern in den vergangenen Jahren verschlechtert hat. So seien Gesprächspartner früher aufgeschlossener gewesen.

Aktuell sucht die Chemnitzer Polizeidirektion wieder ehrenamtliche Mitarbeiter.

Dafür sind unter anderem ein makelloses Führungszeugnis erforderlich, ein Mindestalter von 18 Jahren sowie ein Höchstalter von 60. Interessenten können sich bis zum 31. August in ihrem jeweiligen Polizeirevier melden.

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