Endlich! Neue Hubschrauber-Flotte der sächsischen Polizei nach Pannen-Serie jetzt vollständig

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Dresden - Nun sind sie doch alle da: Am Donnerstag ersetzte die sächsische Polizei am Flughafen Dresden ihre alten Hubschrauber EC135 durch neue H145 der Firma Airbus. Eigentlich sollte das schon Ende 2024 abgeschlossen sein, doch dann kam es zu Problemen.

Dieser H145 wurde am Donnerstag in Betrieb genommen.
Dieser H145 wurde am Donnerstag in Betrieb genommen.  © Sebastian Kahnert/dpa

Sensiblere Wärmebildtechnik, schärferes Videosystem, 800-Liter-Löschtank, die Möglichkeit, acht Polizisten zusätzlich zu den Piloten zu transportieren oder auch die Möglichkeit, Spezialkommandos schnell abzuseilen. Von den drei neuen Hubschraubern für 60 Millionen Euro verspricht sich die Polizei viel.

"Die Hubschrauberstaffel wird nach Abschluss des Flottenwechsels künftig über ein deutlich erweitertes Einsatzportfolio verfügen", sagt Sachsens Landespolizeipräsident Jörg Kubiessa (61) erfreut.

"Die fliegerische Leistungsfähigkeit des neuen Hubschraubers ist beeindruckend. Modernste Technik, die unsere Kollegen bei ihrer täglichen professionellen Aufgabenerfüllung unterstützen wird", so Kubiessa weiter. Der Regelbetrieb soll ab Juli starten.

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Schon am 16. Dezember 2024 hatte Kubiessa zusammen mit Innenminister Armin Schuster (65, CDU) den ersten neuen H145 in Empfang genommen. Problem: Der hätte eigentlich schon am 30. Dezember 2023 geliefert werden sollen, ein Jahr darauf war die Lieferung des dritten und letzten Helikopters geplant gewesen.

Nach jahrelanger Verspätung konnte Landespolizeipräsident Jörg Kubiessa (61, r.) auch den letzten Hubschrauber in Empfang nehmen.
Nach jahrelanger Verspätung konnte Landespolizeipräsident Jörg Kubiessa (61, r.) auch den letzten Hubschrauber in Empfang nehmen.  © Sebastian Kahnert/dpa
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Vorbehalt einer Schadenersatzforderung durch Freistaat

Am Dresdner Flughafen war die feierliche Indienststellung.
Am Dresdner Flughafen war die feierliche Indienststellung.  © Sebastian Kahnert/dpa

Eine erste Verschiebung wegen Lieferkettenproblemen beim ersten Heli durch Corona war noch einvernehmlich. Am 23. Oktober 2024 wurde der Hubschrauber zwar geliefert, war aber nicht zu gebrauchen.

"Zum Auslieferungszeitpunkt fehlten wesentliche Bestandteile der zugleich beschafften polizeilichen Missionsausrüstung", antwortete Innenminister Schuster damals auf eine Anfrage der Grünen. "Ebenfalls nicht einsatzfähig war das Mission Management System des Operator-Arbeitsplatzes."

Damit war die Kamera nutzlos, IMSI-Catcher zur Handyüberwachung, Antennen und selbst Scheinwerfer fehlten. Auch beim zweiten und dritten Hubschrauber gab es dann Probleme mit der Ausrüstung. Erst seit diesem Jahr sind sie einsatzbereit. Der Freistaat behält sich deshalb vor, Schadenersatz zu fordern.

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Allerdings wurde dieser im Kaufvertrag auf maximal fünf Prozent des Preises gedeckelt, also maximal rund drei Millionen Euro. Von den drei alten Hubschraubern sollen jetzt zwei an den Bund gehen, einer versteigert werden.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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