Erhöhte Radonwerte: So schwer ist Sachsen auch in öffentlichen Gebäuden betroffen

Dresden - Erhöhte Radonwerte wurden seit 2020 in mehr als jedem zweiten untersuchten öffentlichen Gebäude in Sachsen festgestellt, das sich innerhalb der als Radon-Vorsorgegebiete festgelegten Regionen befindet.

Der BSW-Fraktionsvorsitzende Ronny Kupke (49) sieht ein ernstes Gesundheitsrisiko.  © Sebastian Kahnert/dpa

Entsprechende Zahlen hat die BSW-Fraktion bei der Staatsregierung erfragt, nachdem bekannt geworden war, dass Räumlichkeiten der Polizeischule in Schneeberg extrem Radon-belastet sind.

Konkret wurden in 333 von 597 untersuchten Gebäuden Überschreitungen des gesetzlichen Referenzwertes von 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m3) gemessen. Bei 28 Gebäuden traten sogar Radon-Konzentrationen von über 1000 Bq/m3 auf.

Besonders alarmierend: Sofort ergriffene Schutzmaßnahmen zeigten nur geringe Wirkung. Der BSW-Fraktionsvorsitzende Ronny Kupke (49) spricht in diesem Zusammenhang von einem "ernsten Gesundheitsrisiko im Alltag vieler Menschen".

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Kupke fordert deshalb schnelles Handeln: "Die Staatsregierung muss endlich konsequent sanieren, transparent informieren und die Betroffenen schützen."

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