Aufatmen nach OB-Wahl in Aue: "Dürfen nicht zur Tagesordnung übergehen"

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Aue-Bad Schlema - Nach dem Wahlkrimi bei der Oberbürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema (Erzgebirgskreis) am Sonntag herrschte einen Tag später vor allem eines: Entspannung.

Marcus Hoffmann (41, CDU) trat am Wahlabend vor die Medien. Am Montag nahm er sich frei.
Marcus Hoffmann (41, CDU) trat am Wahlabend vor die Medien. Am Montag nahm er sich frei.  © Ralph Kunz

Der Sieg der CDU gegen den Kandidaten der Freien Sachsen war hauchdünn. Deshalb sei die Situation vor dem zweiten Wahlgang "extrem angespannt" gewesen, sagte Matthias Stopp (45), der Manager von Wahlsieger Marcus Hoffmann (41), am Montag gegenüber TAG24.

Die Stadt-CDU ließ es sich denn auch nicht nehmen, den Wahlsieg am Abend noch lange zu feiern.

Marcus Hoffmann, der sich den Tag nach der Wahl vorsichtshalber freigenommen hatte, konnte nach dem vorläufigen Wahlergebnis 5007 Stimmen auf sich vereinigen. Sein Konkurrent Stefan Hartung (37) von den vom Verfassungsschutz rechtsextrem eingestuften Freien Sachsen kam auf 4499 Stimmen.

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Das amtliche Endergebnis soll am Dienstag um 17 Uhr festgestellt werden. Hoffmann soll sein Amt am 1. August antreten.

Das Rathaus von Aue. Hier zieht am 1. August Marcus Hoffmann (41, CDU) ein.
Das Rathaus von Aue. Hier zieht am 1. August Marcus Hoffmann (41, CDU) ein.  © Sebastian Willnow/dpa

Erleichterung nach Wahlausgang

Verlor die Stichwahl am Sonntag knapp: Stefan Hartung (37, Freie Wähler).
Verlor die Stichwahl am Sonntag knapp: Stefan Hartung (37, Freie Wähler).  © Ralph Kunz

Erleichtert vom Wahlausgang zeigte sich auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). "Gleichzeitig dürfen wir nicht zur Tagesordnung übergehen", erklärte DGB-Regional-Chefin Katja Eberhardt.

Hätte Hartung gesiegt, "wäre das für die Stadt fatal" gewesen, schätzte der Generalsekretär der sächsischen CDU, Tom Unger (40), ein.

Wahlkampfmanager Stopp widersprach indes der allgemeinen Einschätzung, die von einem massiven Rechtsruck im Erzgebirge ausgeht. Der Zuspruch für Hartung beruhe auf seinem Bekanntheitsgrad in der Stadt, so Stopp. "Das hätte kein anderer Freier Sachse so geschafft."

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Stopp geht deshalb nicht davon aus, dass die Partei bei der nächsten Landtagswahl 2029 in der Stadt ein besonders hohes Ergebnis erzielen wird.

Titelfoto: Bildmontage: Ralph Kunz, Sebastian Willnow/dpa

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