Betrunkener Biker kollidiert mit Auto: Feuerwehr trainiert schweren Unfall im Erzgebirge

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Burkhardtsdorf - Immer wieder kommt es zu Unfällen unter Alkoholeinfluss. Wie die Rettung von solchen Opfern aussieht, wurde am Samstag in Burkhardtsdorf (Erzgebirgskreis) trainiert. Auch Schüler der zehnten Klasse aus Burkhardtsdorf und Auerbach waren bei dem Szenario als Zuschauer dabei.

Bei einer Übung wurde ein Unfall mit einem Motorradfahrer simuliert. Auch seine "Mutter" tauchte aufgebracht am Unglücksort auf.
Bei einer Übung wurde ein Unfall mit einem Motorradfahrer simuliert. Auch seine "Mutter" tauchte aufgebracht am Unglücksort auf.  © Niko Mutschmann

Das Szenario: Ein betrunkener Biker ist mit einem Auto kollidiert. Er muss reanimiert werden. Von den Insassen im Auto hat einer eine schwere Wirbelsäulenverletzung erlitten, er wird querschnittsgelähmt bleiben. Die beiden Personen müssen mit schwerem Gerät aus dem demolierten Fahrzeug geholt werden.

"Früher haben wir von einem Disco- oder Partyunfall gesprochen. Genau diese Gefahr wollten wir den Jugendlichen verdeutlichen", erklärt Wachbereichsleiter Dirk Lemme.

Zusätzliche Dramatik kommt auf, als die "Mutter" des Motorradfahrers am Unglücksort erscheint. Sie hat aus den sozialen Medien von dem Unfall erfahren und ist aufgebracht. Solche Situationen sind inzwischen keine Seltenheit mehr an Unfallorten und müssen deshalb trainiert werden.

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An der Übung an der Neveon Arena nahmen insgesamt 22 Einsatzkräfte des Falck Rettungsdienstes aus drei Rettungswachen teil.

Darunter waren auch Auszubildende, eine Notärztin, fünf Praxisleiter sowie die Besatzungen von mehreren Rettungswagen und ein Krankentransportwagen. Auch die Polizei Stollberg unterstützte die Übung.

Schüler beeindruckt von Übung

Die Insassen des Autos mussten mit schwerem Gerät geborgen werden.
Die Insassen des Autos mussten mit schwerem Gerät geborgen werden.  © Niko Mutschmann

Für die Schüler war die Teilnahme an der Übung eine besondere Erfahrung. "Die Schüler sind noch ganz sprachlos", sagte Schulleiterin Denise Kretschmer von der Oberschule Auerbach. Besonders beeindruckt habe die Jugendlichen, wie viele Einsatzkräfte bei einem schweren Verkehrsunfall zusammenarbeiten müssen.

"Das ist einem im Alltag oft gar nicht bewusst." Vor allem die Szene mit der Mutter habe die Zuschauer bewegt. Es war ein Moment, der viele sehr emotional gemacht habe.

Nach der Übung fiel auch das Fazit der Organisatoren positiv aus, vor allem im Bereich Zusammenarbeit und Kommunikation der Auszubildenden. "Genau das sollen sie lernen. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Kräften ist ein entscheidender Faktor im Einsatz", so Dirk Lemme. Sein abschließendes Urteil fiel eindeutig aus:

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"Im Großen und Ganzen war ich sehr zufrieden. Es lief sogar besser als gedacht."

Titelfoto: Niko Mutschmann

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