Zwönitz - Im Erzgebirge wird eine 16 Kilometer lange Stromtrasse erneuert. Die Landesdirektion (LDS) hat nun den Ersatzneubau genehmigt.
Wie die Behörde am Montag mitteilte, geht es um die 110-kV-Hochspannungsfreileitung von Zwönitz nach Silberstraße. Die LDS hat die Plangenehmigung für den Neubau der in die Jahre gekommenen Trasse erteilt.
"Die Leitungen zwischen Zwönitz und Silberstraße sind zum Teil über 60 Jahre alt und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine moderne und vor allem resiliente Stromversorgung", so Béla Bélafi (52), Präsident der LDS. Der 52-Jährige erklärt weiter:
"Die 110-kV-Freileitung ist Teil des historisch gewachsenen Hochspannungsnetzes in Südwestsachsen. Die Abschnitte, die für den Ersatzneubau vorgesehen sind, wurden zwischen 1963 und 1989 gebaut und sind nur für eine maximale Betriebstemperatur von 40 Grad Celsius ausgelegt. Dadurch ist auch die Stromtragfähigkeit auf 115 Ampere begrenzt."
Der rund 16 Kilometer lange Abschnitt hat insgesamt 65 Masten und verläuft vom Erzgebirge bis in den Landkreis Zwickau.
Mehrere Ortschaften von Bauarbeiten betroffen
Vom Bauvorhaben sind die Orte Affalter, Alberoda, Kühnheide, Langenbach, Lenkersdorf, Lößnitz, Neudörfel, Niederschlema, Schneeberg und Wildbach betroffen. Durch den Austausch der Masten und eine komplett neue Beseilung mit stärkeren Leiterseilen könne die Betriebstemperatur verdoppelt und so die maximale Stromtragfähigkeit dann auf 680 Ampere verbessert werden.
Der Umbau soll in zwei Abschnitten erfolgen. Zunächst würden laut Landesdirektion 27 Masten erneuert, alte Fundamente zurückgebaut und neue Plattenfundamente errichtet. Im zweiten Abschnitt werden die Masten mit stärkeren Leiterseilen ausgestattet.
Es gäbe auch die Möglichkeit, die alten Masten zu sanieren. Eine Prüfung habe aber ergeben, dass das wegen notwendiger statischer Anpassungen einem Neubau gleichgekommen wäre.