Im Erzgebirge ist schon Ostern: Die neuen Renner der Kunsthandwerker

Grünhainichen - In rund zwei Wochen ist Ostern. Doch im erzgebirgischen Grünhainichen (Erzgebirge) dreht sich längst alles um das Fest der bunten Eier und Hasen. So gibt es zum Beispiel eine neue Kaninchen-Figur im Sortiment von Dirk Hobler (53). Und bei Wendt und Kühn gehen Engel und Osterei eine besondere Kombination ein.

Dirk Hobler (53) in seiner Werkstatt. Hier fertigt er eine "Max & Emma"-Figur.  © Uwe Meinhold

In Grünhainichen - neben Seiffen Sachsens Kunsthandwerker-Hochburg - ist Dirk Hobler fleißig am Basteln. Das gleichnamige Unternehmen hat bereits einige Figuren- und Figurenpärchen herausgebracht: sei es nun "Gustav - der kleine Teufel" oder "Fritz & Otto - die Schneemänner". Anlässlich Ostern dieses Jahr bekommt das Kaninchenpaar "Max & Emma" eine neue Figur.

"Letztes Jahr hatten wir Max sitzen mit einem Blümchen und Emma mit einer Gießkanne", schildert Diplom-Designer Hobler. 2026 ist es Kaninchen-Dame "Emma" mit einem Vogelhaus. Seit ungefähr vier Wochen gibt es das Motiv bereits zu kaufen.

Kunsthandwerker Hobler setzt auf Qualität statt Quantität: "Wir versuchen nicht, auf Masse zu machen. Wir sind eine kleine Werkstatt und wollen was Besonderes herstellen. Es geht nicht darum, den Markt zu überfluten."

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Die Verbindung von Kaninchen und Vogelhäuschen soll nicht nur auf Ostern, sondern auch auf den Frühling allgemein einstimmen.

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Anlässlich des diesjährigen Osterfestes gibt es seit März "Emma mit Vogelhaus" (r.).  © Uwe Meinhold

Auch Wendt & Kühn ist schon im Oster-Fieber

"Engel mit Flöte in grünem Ei" ist die Wiederauflage eines Klassikers von Wendt & Kühn.  © Wendt & Kühn

Im ansässigen Traditionsunternehmen Wendt & Kühn ist man ebenfalls schon im Oster-Fieber. Dabei macht die Firma dem Ort als "Dorf der Engel" alle Ehre: Seit März gibt es in Vorbereitung auf Ostern "Engel mit Flöte in grünem Ei" zu kaufen.

Bei der Figur handelt es sich laut Unternehmenssprecherin Lena Sabotta (41) um eine Wiederauflage, denn entworfen wurde das Motiv bereits 1924.

Das Unternehmen folgt dabei keinem Trend: "Wir schöpfen aus historischen Mustern", so Sabotta. 90 Jahre, nachdem die Figur nicht mehr erhältlich war, gibt es seit Anfang März anlässlich Ostern nun ein Comeback.

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"Für die eingefleischten Sammler ist das eine Neuheit, weil die Engel von damals nur zehn Jahre lang gefertigt wurden".

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