Schwarzenberg - Stars wie Roland Kaiser (73), Herbert Grönemeyer (69) oder Eros Ramazzotti (62) geben sich hier sonst die Klinke in die Hand, doch nun bröckelt die altehrwürdige Waldbühne in Schwarzenberg (Erzgebirgskreis). Was bedeutet das für die diesjährige Konzertsaison?
Am vergangenen Wochenende ist ein Teil der Natursteinmauer am hinteren Bühnenbereich der größten Freilichtbühne Sachsens eingebrochen. Auf einer Länge von etwa acht Metern sind laut Stadtverwaltung auf TAG24-Nachfrage rund 30 Kubikmeter Gestein eingestürzt.
Schuld an dem Schaden ist offenbar das Wetter. "Die Winterkälte gepaart mit am Wochenende einsetzendem Tauwetter und Regen", heißt es aus dem Rathaus. Dazu kommt noch, dass auf der Mauer lange Zeit ein Gerüst gestanden hat. Über Fugen und Risse kann Wasser in das Mauerwerk eingedrungen sein.
Oberbürgermeister Ruben Gehart (54, CDU) hat sich inzwischen selbst ein Bild von der Lage gemacht. Das Stadtoberhaupt war jahrelang als Bauingenieur tätig. Weitere Stellen sind an der Mauer demnach nicht gefährdet.
Sommersaison ist nicht gefährdet
Wie und wann die eingebrochene Stelle repariert wird, steht noch nicht fest. In den nächsten Tagen sollen dazu Abstimmungen laufen. Was für Kosten dabei auf die Stadt zukommen, kann auch noch nicht beziffert werden.
Die gute Nachricht ist aber, dass die Veranstaltungen im Sommer nicht gefährdet seien. Zu den Highlights in diesem Jahr gehören das Open Air von Roland Kaiser am 18. Juli, das Queen-Tribute-Konzert MerQury und Orchester am 6. August und nur drei Tage später die Münchener Freiheit & Markus.
Die Waldbühne in Schwarzenberg kann schon auf eine rund 90-jährige Geschichte zurückblicken. Die Anlage wurde bis 1937 im Stil eines Freilichttheaters aus Granitstein auf einem alten Steinbruch errichtet und bietet bis zu 12.500 Zuschauern Platz.