Annaberg-Buchholz - Millionensegen für den Frohnauer Hammer in Annaberg-Buchholz (Erzgebirgskreis). Bund und Freistaat fördern den barrierefreien Ausbau der historischen Schauwerkstatt.
Für den Umbau gibt es für die Stadt Annaberg-Buchholz insgesamt 1,7 Millionen Euro. Damit soll die Schauwerkstatt nicht nur barrierefrei, sondern auch größer werden. Die Landesdirektion Sachsen (LDS) hat die Millionensumme bewilligt. Das Geld stammt aus dem Förderprogramm Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur".
"Mit dem Geld kann Annaberg-Buchholz einem seiner Schmuckstücke, dem Frohnauer Hammer, eine zeitgemäße Fassung geben. Das Hammerwerk-Ensemble, ein bedeutendes Zeugnis der vorindustriellen Entwicklung im Erzgebirge, kann somit nicht nur erhalten, sondern vor allem angemessen präsentiert werden", so LDS-Präsident Béla Bélafi (52)
Weiter erklärt er: "Der Frohnauer Hammer wird als wichtiger Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří zukünftig eine noch größere Anziehungskraft ausüben."
Umbau soll 2028 abgeschlossen sein
Um mobilitätseingeschränkten Gästen den Besuch des Frohnauer Hammers zu erleichtern, soll ein Anbau errichtet werden, der den uneingeschränkten Zugang zum Herrenhaus ermöglicht.
"Der neue Gebäudeteil umfasst einen überdachten Eingangsbereich, ein Foyer mit einer barrierefreien Toilettenanlage sowie einen Personenaufzug. Auch der Außenbereich wird barrierefrei und zugleich ortstypisch gestaltet, sodass sich das neue Angebot harmonisch in die Umgebung einfügt", teilte die LDS mit.
Insgesamt wird der Umbau rund 2,15 Millionen Euro kosten. Die restlichen 450.000 Euro zahlt die Stadt. Der Umbau soll 2028 abgeschlossen sein.
Der Frohnauer Hammer ist vor allem für sein historisches Hammerwerk bekannt, dessen technische Funktionsweise noch originalgetreu erhalten ist. Jährlich kommen rund 26.000 Besucher in den Frohnauer Hammer.