Schwarzenberg - Ende Februar stürzte ein Teil der historischen Waldbühne in Schwarzenberg (Erzgebirge) ein. Seit Anfang April laufen die Sanierungsarbeiten. Die Stadt gibt einen Einblick: Können die Konzerte im Sommer stattfinden?
Fünf Konzerte sind geplant für dieses Jahr. Am 18. Juli soll es mit Roland Kaiser losgehen und die Stadt gibt grünes Licht. "Die Veranstaltungen sind nicht gefährdet und können wie geplant stattfinden", heißt es von der Stadtverwaltung.
Am Vormittag des 22. Februar wurde der Stadt ein großer Schaden an der Waldbühne gemeldet. Offensichtlich bedingt durch die Nässe- und Frostwetterlage des Winters war ein Stück der Bühnenmauer eingestürzt.
Zu den Baumaßnahmen gehören zunächst der Rückbau der Natursteinabdeckung und der Brüstungssteine der Wandkrone, die Sicherung der Natursteinwandschale auf der Bühnen sowie die Sicherung und Sortierung des wiederzuverwendenden Steinmaterials an der Einsturzstelle.
Auch die restliche Natursteinmauerschale im Bereich der Fahrbahn bis zu den beiden Eckbereichen wird zurückgebaut und die Natursteinmauerschale auf der Fahrbahnseite wird einem konstruktiv bewehrten Betonkern im Mauerkern neu aufgebaut.
Letztendlich werden die Mauerabdeckung und die Brüstungssteine der Mauerkrone und die noch vorhandenen Sockelstücke der alten Fahnenmasten wieder eingebaut.
Arbeiten Mitte Juni fertig
Alle Arbeiten sind mit dem Landesamt für Denkmalschutz abgestimmt, die sich im Vorfeld selbst ein Bild der Lage gemacht haben.
Der Kostenpunkt liegt bei etwa 118.600 Euro und wurde Ende März vom Stadtrat wegen der Dringlichkeit und Abweisbarkeit nach einer Angebotseinholung zügig beschlossen.
Derzeitigen Planungen zufolge sollen die Arbeiten voraussichtlich am 12. Juni abgeschlossen werden.
Die Waldbühne Schwarzenberg wurde 1934/35 in einem Steinbruch errichtet und steht seit 2003 unter Denkmalschutz. Bis heute standen bereits zahlreiche Stars wie Roland Kaiser, Herbert Grönemeyer (69), Mark Forster und auch die Puhdys bereits auf der Bühne vor der eindrucksvollen Kulisse.