Vollsperrung wegen Explosion an Sachsens wichtigster Bahnstrecke

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Weinböhla - Explosion am Haltepunkt Weinböhla! In der Nacht zu Montag haben Kriminelle kurzzeitig den Zugverkehr auf Sachsens wichtigster Bahnstrecke zwischen Dresden und Leipzig lahmgelegt.

Am Haltepunkt Weinböhla haben Automatensprenger in der Nacht von Sonntag auf Montag einen Fahrkartenautomaten in die Luft gejagt. Auch eine dahinter befindliche Glasscheibe wurde zerstört.
Am Haltepunkt Weinböhla haben Automatensprenger in der Nacht von Sonntag auf Montag einen Fahrkartenautomaten in die Luft gejagt. Auch eine dahinter befindliche Glasscheibe wurde zerstört.  © Roland Halkasch

Den Polizei-Angaben zufolge waren Beamte nach Zeugen-Hinweisen kurz vor 2 Uhr zu der Station ausgerückt, weil bislang Unbekannte den dortigen Fahrkartenautomaten in die Luft gesprengt hatten.

"Die Täter zündeten Pyrotechnik im Ausgabeschacht des Gerätes, welches dadurch gänzlich zerstört wurde", erklärte Sprecher Marko Laske (50). Die Höhe des Sachschadens sei bislang noch unbekannt.

Laut Infrastrukturbetreiber DB InfraGO mussten beide Streckengleise für rund zehn Minuten gesperrt werden. Danach hätten Regionalzüge aufgrund der behördlichen Maßnahmen in beide Richtungen für mehrere Stunden nicht in Weinböhla halten dürfen. Seit 5.25 Uhr rolle der Verkehr wieder planmäßig.

Seit heute: In diesen Zügen müssen Fahrräder zu Stoßzeiten draußen bleiben
Sachsen Seit heute: In diesen Zügen müssen Fahrräder zu Stoßzeiten draußen bleiben

Martin Ebermann (40), Sprecher der Dresdner Bundespolizei, erklärte gegenüber TAG24, dass Ermittlungen wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion laufen. "Die Zuständigkeit liegt bei der Landespolizei."

Trümmer liegen neben dem Gerät. Die Höhe des Schadens kann noch nicht beziffert werden.
Trümmer liegen neben dem Gerät. Die Höhe des Schadens kann noch nicht beziffert werden.  © Roland Halkasch
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Immer wieder sorgen gesprengte Automaten in Sachsen für Schlagzeilen. In Leipzig ereignete sich zuletzt sogar eine Serie. Als Reaktion erwägt die Deutsche Bahn, die Geräte an den betroffenen Vandalismus-Standorten auf rein bargeldlose Zahlung umzustellen.

Erstmeldung vom 8. Juni, 10.33 Uhr. Letzte Aktualisierung am 8. Juni, 15.08 Uhr.

Titelfoto: Roland Halkasch

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