Von Jasmin Beisiegel, Janina Rößler
Dresden - Wegen anhaltender Trockenheit bleibt die Waldbrandgefahr in Sachsen erhöht. Vorsicht ist vor allem in der Muskauer Heide im Norden des Landkreises Görlitz geboten. Dort gilt die zweithöchste Gefahrenstufe 4, wie aus einer Übersicht des Staatsbetriebes Sachsenforst und des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervorging.
Auch für die kommenden Tage ist in Sachsen kein Regen vorhergesagt. Laut Prognose verschärft sich daher die Lage in den Wäldern.
Ab Dienstag soll sich auch im Landkreis Meißen, der Landeshauptstadt Dresden sowie in großen Teilen des Landkreises Bautzen die Gefahr von Stufe 3 auf 4 erhöhen.
Am Mittwoch ist im nördlichen Landkreise Bautzen mit der höchsten Stufe 5, also "sehr hoher Gefahr", zu rechnen.
Bei den Stufen 4 und 5 wird empfohlen, die betroffenen Waldgebiete zu meiden. Wer dennoch in den Wäldern unterwegs ist, darf die Hauptwege nicht verlassen.
In der Nacht zu Montag ist in der Kühnichter Heide in Hoyerswerda bereits ein Waldbrand ausgebrochen.
Wie die Polizeidirektion Görlitz mitteilte, erfassten die Flammen rund 300 Quadratmeter Waldfläche. Die Feuerwehr konnte den Brand glücklicherweise schnell unter Kontrolle bringen und löschen.
Erster Waldbrand in Böhmischer Schweiz
Die Polizei weist zudem darauf hin, dass offene Feuer, Grillen sowie das Befahren trockener Wiesen mit Kraftfahrzeugen streng verboten sind. Man solle sich an die geltenden Regeln zur Brandvermeidung halten. Auch geraucht werden darf nicht. Die Landkreise können zusätzliche Beschränkungen erlassen.
Anfang Mai war im Nationalpark Böhmische Schweiz bei Jetrichovice unweit der Grenze zur Sächsischen Schweiz ein erster größerer Waldbrand auf einer Fläche von rund einem Quadratkilometer ausgebrochen.
Ein Großaufgebot von rund 500 Einsatzkräften aus zahlreichen Regionen des Landes mit Unterstützung der tschechischen Armee kämpfte gegen die Flammen.
Mehrere Hubschrauber waren im Dauereinsatz, um das Feuer einzudämmen. Nach fünf Tagen konnte der Brand gelöscht werden.