Steigende Zahl von Hautkrebs-Todesfällen in Sachsen: Kritik an Kürzungen

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Von Jörg Schurig

Dresden - Mehr als 2200 Menschen sind in den vergangenen Jahren in Sachsen an Hautkrebs gestorben. Zwischen 2015 und 2024 waren es exakt 2225 Frauen und Männer, wie das Gesundheitsministerium in Dresden in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken im Landtag mitteilte. 

Susanne Schaper (48, Linke) möchte, dass die Todesfälle durch Hautkrebserkrankungen sinken.
Susanne Schaper (48, Linke) möchte, dass die Todesfälle durch Hautkrebserkrankungen sinken.  © Robert Michael/dpa

Die Zahl der Hautkrebsfälle stieg demnach seit 2015 mit leichten Schwankungen und stagniert seit etwa drei Jahren.

Die Zahl der Todesfälle sank den Angaben zufolge zwischen 2015 und 2017 leicht, stieg seitdem aber deutlich an. Die Sterblichkeit ist vor allem bei älteren Patienten hoch. 

Nach Ansicht von Linke-Fraktionschefin Susanne Schaper (48) - von Beruf Krankenschwester - ist diese Entwicklung vermeidbar. Es gehe darum, die Vorsorge auszubauen und nicht zu kürzen, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

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"Wir alle freuen uns, dass die Sonne wieder öfter und länger scheint. Allerdings wächst so auch das Hautkrebs-Risiko. Diese gefährliche Erkrankung ist in vielen Fällen heilbar, aber nur dann, wenn sie früh erkannt und behandelt wird."

Dafür seien regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen unerlässlich. Im besten Fall könnte die Zahl der Hautkrebs-Toten so auf null gesenkt werden.

Kürzungspläne bei Vorsorge ist laut Schaper verantwortungslos

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können eine frühzeitige Erkennung von Hautkrebs ermöglichen.
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können eine frühzeitige Erkennung von Hautkrebs ermöglichen.  © Eva Manhart/APA/dpa

Schaper warf der Bundesregierung vor, nun einen entgegengesetzten Weg zu gehen. Sie sieht auch Handlungsbedarf in Sachsen: "Die Staatsregierung hat dazu erklärtermaßen noch keine Meinung."

Die sollte sie sich schnellstens bilden und intervenieren. Es sei verantwortungslos, dass die Bundesregierung im Rahmen ihrer Kürzungspläne bei den Krankenkassen darüber nachdenke, die Hautkrebs-Früherkennungen einzuschränken.

"So werden Erkrankungen später erkannt und können schlechter behandelt werden. Das führt zu genauso vielen oder gar noch mehr Todesfällen, die sämtlich vermeidbar wären."

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Statt alle Menschen in die Finanzierung des Gesundheitssystems einzubeziehen, würden Leistungen gekürzt, und die Versorgung werde verschlechtert - "vor allem zulasten jener Menschen, die Vorsorgeuntersuchungen nicht aus eigener Tasche bezahlen können", argumentierte Schaper.

Es sei gut, dass eine Petition gegen Kürzungen bei der Hautkrebs-Vorsorge bereits hunderttausende Unterschriften erhalten habe: "Prävention ist die beste und kostengünstigste Gesundheitspolitik."

Titelfoto: Robert Michael/dpa

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