Frist nach Schatzfund abgelaufen: So geht es mit den Goldbarren in Bannewitz weiter
Bannewitz - So langsam steigt die Freude in Bannewitz: Nachdem Ende Oktober Gemeindemitarbeiter Gold gefunden hatten, konnte die Polizei noch immer keinen rechtmäßigen Besitzer finden. Sollte das so bleiben, können sich wohl zehn Vereine freuen.
Das Rasenmähen an einem Regenrückhaltebecken ging anders aus als gedacht: Im Gras fanden die Mitarbeiter acht Goldbarren.
Nachdem nochmal nachgesehen wurde, tauchten noch zwei weitere auf. Der Goldschatz landete bei der Polizei, die die Ermittlungen nach dem Besitzer aufnahm.
Dafür endete die Frist am Freitag. Trotzdem müssen die Sektkorken noch in der Flasche bleiben.
"Wir hatten in der Vergangenheit rund ein Dutzend Hinweise", sagt Polizeisprecher Lukas Reumund (48). "Vergangene Woche gab es aber nochmal zwei. Die müssen wir jetzt nochmal prüfen, bevor es zu einer Übergabe kommen kann."
Für Bannewitz heißt das noch ein paar Tage zittern, aber ganz ungelegen kommt die Verlängerung dem Bürgermeister nicht.
"Am 28. April wollen wir entscheiden, welche Vereine von dem Fund profitieren", sagt Heiko Wersig (43) zu TAG24. "Es wäre schön, wenn dann das Gold in einem Zug an diese geht."
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Zehn Vereine dürfen auf Goldbarren hoffen
Denn schon allein aus Sicherheitsgründen würde Wersig die mittlerweile etwa 40.000 Euro wertvollen Barren ungern im Rathaus zwischenlagern. "Ein Verkauf durch die Gemeinde wäre auch bürokratisch und sehr kompliziert. Deshalb denke ich da an zehn Vereine, von denen jeder einen Goldbarren bekommt und den dann selbst verkaufen kann."
Der Bürgermeister hat schon eine Liste fertig, aber die muss erst noch durch den Gemeinderat beschlossen werden.
Darum will er noch nicht verraten, wer von den insgesamt 52 örtlichen Vereinen da drauf steht: "Alle, die mit Kinder- und Jugendarbeit zu tun haben", deutet er an. "Und die, die sonst nichts bekommen."
Titelfoto: Gemeinde Bannewitz
