Ganz Sachsen soll profitieren: Tierparadies MUHrielle setzt auf Hightech am "Operationstisch"

Von Benjamin Schön, Marko Förster

Glashütte - Hightech statt Hufschmerz: Im Tierparadies MUHrielle, einer Art Gnadenhof, bekommen gerettete Rinder jetzt eine Behandlung wie im OP.

In dieser Position können die Fachkräfte den Kühen besser helfen.  © Marko Förster

Mitten auf der Wiese in Börnchen bei Glashütte liegt Kuh Tilda (15) plötzlich auf der Seite - ruhig, gesichert, fast wie auf einem Operationstisch. Möglich macht das ein moderner hydraulischer Kippstand aus Österreich. Rund 80 Tiere wurden so direkt vor Ort versorgt.

Unterstützung kommt von der Universität Leipzig. Klauenexperte Alexander Starke erklärt den Vorteil der Technik: "Die Tiere können präzise und zugleich stressarm behandelt werden." Gerade für die Riesen-Rinder bei MUHrielle ist das entscheidend.

Einige von ihnen sind bis zu 1,90 Meter hoch, zu groß für herkömmliche Vorrichtungen. Ohne Spezialtechnik wird selbst einfache Klauenpflege zur Herausforderung.

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Jetzt will der Verein nachlegen: Ein eigener Spezial-Kippstand ("RED Q") soll dauerhaft angeschafft werden - Kostenpunkt: rund 55.000 Euro. Ein Teil ist bereits finanziert, für den Rest werden noch Unterstützer gesucht.

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Auch komplexere Befunde lassen sich so exakt und tierschutzgerecht versorgen.  © Marko Förster
Das Team aus Tierärzten und Experten analysiert alles ganz genau.  © Marko Förster

Die Idee dahinter geht über den Hof hinaus: Der Stand soll künftig auch in ganz Sachsen eingesetzt werden - für Tierschutzfälle und sogar zur Ausbildung von Tierärzten.

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