Drei Vermisste nach Hauseinsturz: Spürhunde schlagen nicht an, Gas wird abgestellt

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Görlitz - Mitten in Görlitz ist aus dem Nichts am Montagabend ein Haus eingestürzt! Von den ursprünglich fünf Vermissten werden am Dienstag noch drei gesucht. Die Maßnahmen dauern an, auch Gas trete immer noch aus.

Das Unglück ereignete sich am Montag gegen 17.30 Uhr. Laut den Beamten brach das Haus in der James-von-Moltke-Straße 21 plötzlich zusammen. Die Hintergründe sind noch unklar, vermutet wird eine Gasexplosion. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften ist vor Ort.

TAG24 berichtet im Liveticker.

19. Mai, 12.55 Uhr: Staatsminister und Oberbürgermeister kündigen Statement an

Der schreckliche Unfall ging auch an Staatsminister Armin Schuster (64) und Oberbürgermeister der Stadt Görlitz Octavian Ursu (58) nicht spurlos vorbei.

Gegen 14.30 Uhr werden die beiden Politiker an der Mediensammelstelle an der Dr.-Kahlbaum-Allee/Ecke James-von-Moltkestraße ein Statement abgeben.

Armin Schuster (64, l.) und Octavian Ursu (58) gehören beide der CDU an.
Armin Schuster (64, l.) und Octavian Ursu (58) gehören beide der CDU an.  © Fotomontage: Sebastian Kahnert/dpa, Sebastian Kahnert/dpa

19. Mai, 12.49 Uhr: Einsatzkräfte geben den Verschütteten 72 Stunden

Auch wenn die Bilder dramatisch erscheinen, gibt es Grund zur Hoffnung. Die Einsatzkräfte sehen bei den drei Verschütteten eine Überlebenschance für bis zu 72 Stunden.

"Wir sprechen immer noch von einer Vermisstensuche und nicht von einer Bergung", erklärt ein Sprecher der Polizei gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Die Hoffnung, dass die drei Vermissten lebend aus den Trümmern geborgen werden können, ist noch nicht erloschen.
Die Hoffnung, dass die drei Vermissten lebend aus den Trümmern geborgen werden können, ist noch nicht erloschen.  © Paul Glaser/dpa

19. Mai, 12.27 Uhr: Schlaflose Nacht für Angehörige

Auch Cosmin Ciobanu ist wieder zurück am Ort des Geschehens in der Hoffnung, seine noch immer als vermisst geltende Frau Georgina Rusu und seine Cousine Simona Marcu wiederzufinden.

"Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen, essen kann ich auch nichts", erklärt der Rumäne im Gespräch mit einem TAG24-Reporter. "Ich verstehe nicht, warum das so lange dauert, zwei Personen zu finden", macht der Urlauber seinen Unmut Luft.

Im Gespräch offenbart er, dass das Paar im Sommer dieses Jahres heiraten wollte. Die Ferienwohnung, in der er gemeinsam mit den beiden Frauen den Urlaub verbrachte, verließ Cosmin wenige Minuten vor der Explosion. Er wollte Kopfschmerztabletten für seine zukünftige Ehefrau besorgen.

Cosmin Ciobanu versteht nicht, warum die Suche nach den Vermissten so lange dauert.
Cosmin Ciobanu versteht nicht, warum die Suche nach den Vermissten so lange dauert.  © Fotomontage: Paul Glaser/dpa, © xcitepress/Finn Becker

19. Mai, 11.53 Uhr: Gas wird abgestellt

Aktuell wird das Gas abgedreht, dazu die Straße aufgemacht. Trotzdem kann immer noch Gas in Kellerräumen sein. An den Schieber im Haus kommt man nicht ran, wie ein Polizeisprecher erklärt. Man habe den Trümmerhaufen bereits mit Sonar nach Atemgeräuschen gescannt, aber nichts entdeckt.

Die Suchmaßnahmen dauern weiter an.

Mehrere Einsatzkräfte, unter anderem vom Technischen Hilfswerk, sind vor Ort.
Mehrere Einsatzkräfte, unter anderem vom Technischen Hilfswerk, sind vor Ort.  © Paul Glaser/dpa

19. Mai, 11.32 Uhr: Spürhunde schlagen nicht an

Am Dienstag gab es bisher noch keine Lebenszeichen von den noch immer drei Vermissten.

"Die Hunde schlagen bei Lebenszeichen an, was sie gestern auch gemacht haben", so Remo Kölzsch, Einsatzleiter der Feuerwehr Görlitz. Am Dienstag habe aber bisher keiner der Vierbeiner ein Zeichen gegeben.

Die Einsatzkräfte arbeiten sich mit Schaufeln und bloßen Händen durch den Trümmerberg. "Der Einsatz von großen Baggern würde die verschütteten Menschen mehr gefährden", betonte Kölzsch.

Am Montagabend stürzte das Haus ein, es kamen unter anderem Spürhunde zum Einsatz.
Am Montagabend stürzte das Haus ein, es kamen unter anderem Spürhunde zum Einsatz.  © Bildmontage: Olgierd Linke/dpa, Paul Glaser/dpa

19. Mai, 11.16 Uhr: Höhenrettungsgruppe der Bundesfeuerwehr Bautzen ist im Einsatz

Mit vereinten Kräften ging es durch die Nacht. Noch am Montagabend wurde die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Bautzen gerufen.

Mit einer Hubarbeitsbühne und einer Seilwinde suchten die Einsatzkräfte in den höhergelegenen Trümmern nach den Vermissten.

19. Mai, 9.37 Uhr: Identität der drei Vermissten steht fest

Die Identität der drei Vermissten steht fest. Laut Polizei werde nach zwei rumänischen Frauen (25, 26) und einem Mann mit bulgarischer und deutscher Staatsangehörigkeit (48) gesucht.

Laut Feuerwehr-Einsatzleiter Sebastian Schramm waren in der Nacht fünf Spürhunde im Einsatz. Die genaue Ursache ist noch unklar, es wird eine Gasexplosion vermutet. Unklar ist auch noch, in welchem Umfang Gas ausströmt, es wird nach einer Lösung gesucht.

19. Mai, 9.30 Uhr: "Herausfordernde Nacht" laut Bürgermeister Octavian Ursu

Bürgermeister Octavian Ursu (58, CDU) erklärte: "Es war eine lange und herausfordernde Nacht. Die Lebensrettung steht an erster Stelle."

19. Mai, 9.25 Uhr: Baustatiker vor Ort

Baustatiker waren inzwischen vor Ort. Die Häuser links und rechts der Einsturzstelle könnten nach Abschluss der Personensuche wieder bezogen werden.

54 Leute wurden evakuiert, ein Großteil kam bei Verwandten und Bekannten unter, vier Leute wurden in einer städtischen Villa untergebracht.

19. Mai, 7.30 Uhr: Mann vermisst seine Freundin und Cousine

Ein Mann suchte am Abend nach zwei der drei Vermissten - seine Frau und seine Cousine.

Die drei bezogen erst am Nachmittag eine Ferienwohnung im Haus, wollten Urlaub machen.

Die Rettungskräfte müssen behutsam vorgehen.
Die Rettungskräfte müssen behutsam vorgehen.  © Christoph Lohse & Luca Woitow / Blaulichtreport Lausitz

19. Mai, 6 Uhr: Zwei Vermisste aufgetaucht

Zwei Vermisste konnten mittlerweile telefonisch ausfindig gemacht werden, wie Polizeisprecherin Anja Leuschner (36) am Dienstagmorgen auf TAG24-Nachfrage erklärte. Die beiden Feriengäste seien noch auf der Anreise gewesen.

Da immer noch Gas austrete und die Gefahr besteht, dass Hohlräume einstürzen können, gehen die Einsatzkräfte sehr behutsam vor. Die Trümmer müssen händisch abgetragen werden.

Titelfoto: Christoph Lohse & Luca Woitow / Blaulichtreport Lausitz

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