Hauseinsturz in Görlitz: Hund schlägt noch einmal an einer bestimmten Stelle an

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Görlitz - Mitten in Görlitz ist aus dem Nichts am Montagabend ein Haus eingestürzt! Der Gasaustritt konnte in der Nacht auf Mittwoch gestoppt werden, die Suche nach drei Vermissten geht weiter.

Das THW ist vor Ort, hilft bei der Vermisstensuche.
Das THW ist vor Ort, hilft bei der Vermisstensuche.  © Paul Glaser/dpa

Während die Einsatzkräfte das Gas für das am Montagabend plötzlich eingestürzte Wohnhaus in der James-von-Moltke-Straße abstellten, musste die Suche nach den Vermissten aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden, wie die Polizeidirektion Görlitz am Mittwochmorgen mitteilte.

Aktuell werden immer noch drei Personen gesucht.

Die Suchmaßnahmen wurden gegen 6 Uhr fortgesetzt, nachdem letzte Stützmaßnahmen am rechten Nachbarhaus abgeschlossen wurden, so die Polizei.

Mehrere Vermisste nach Hauseinsturz in Görlitz: Warum zieht sich die Suche so lange?
Görlitz Mehrere Vermisste nach Hauseinsturz in Görlitz: Warum zieht sich die Suche so lange?

TAG24 berichtet im Liveticker.

20. Mai, 22.33 Uhr: Hund schlägt noch einmal an einer bestimmten Stelle an

"Aktuell ist ein Saugbagger vor Ort, um die Maßnahmen zu unterstützen. Auch ein Hund war nochmal vor Ort. Er hat an einer Stelle angeschlagen, wo schon die vergangenen Tage öfter angeschlagen wurde. Dort wird jetzt intensiver gesucht", erklärte Polizeisprecherin Anja Leuschner gegenüber TAG24.

Die Suche wird die Nacht über weitergehen.

Die Retter kämpfen auch im Regen weiter.
Die Retter kämpfen auch im Regen weiter.  © Paul Glaser/dpa

20. Mai, 21.34 Uhr: Weiter keinerlei Lebenszeichen

In Görlitz heißt es weiter bangen. Derweil hat es am Mittwochabend angefangen, zu regnen. "Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Wir geben unser Menschenmögliches", sagte ein Sprecher der Polizei gegenüber der dpa.

Versuche, etwas von den Vermissten zu hören, sind bislang fehlgeschlagen. "Wir haben in den Trümmerkegel mit Megafon herein gesprochen, dass Reaktionen gezeigt werden sollen", erklärte eine Sprecherin vom THW. Weil es keine Reaktionen gegeben habe, würde man nun weitersuchen.

Neben der Dunkelheit hat in Görlitz auch der Regen eingesetzt.
Neben der Dunkelheit hat in Görlitz auch der Regen eingesetzt.  © Paul Glaser/dpa

20. Mai, 20.20 Uhr: Stille an der Einsatzstelle

An der Unglücksstelle ist es zuletzt zeitweise sehr still geworden. Anja Weigel, die Leiterin der Berufsfeuerwehr Görlitz, sagte dazu, dass Hohlräume freigelegt worden seien. Kameraden des THW würden diese per Ortung mit Sonden untersuchen.

"Es wird geschaut, sind irgendwo Klopfgeräusche? Kann man jemanden rufen hören, hört man vielleicht Atemgeräusche? Dazu brauchen wir absolute Stille an der Einsatzstelle", erklärte sie.

Dieses Bild vom Nachbarhaus aus fotografiert, macht es sehr deutlich: Hier könnten wirklich noch viele Hohlräume sein.
Dieses Bild vom Nachbarhaus aus fotografiert, macht es sehr deutlich: Hier könnten wirklich noch viele Hohlräume sein.  © Polizei Sachsen
Momentan ist an der Unfallstelle oft Stille gefordert.
Momentan ist an der Unfallstelle oft Stille gefordert.  © Lars Haubner/NEWS5

20. Mai, 16.58 Uhr: So lange können Menschen unter Trümmern überleben

Nach dem Hauseinsturz in Görlitz hoffen viele Menschen weiterhin darauf, dass die drei vermissten Menschen in den Trümmern lebend gefunden werden. Fachleuten zufolge könnte das theoretisch zwei Tage nach dem Unglück noch klappen.

Mehr Infos unter: "So lange können Menschen unter Trümmern überleben".

Einsatzkräfte arbeiten mit schweren Gerät an der Einsatzstelle.
Einsatzkräfte arbeiten mit schweren Gerät an der Einsatzstelle.  © Paul Glaser/dpa

20. Mai, 16.33 Uhr: Warum zieht sich die Suche so lange hin?

Nach dem Einsturz des Wohngebäudes in Görlitz wird noch immer nach drei Vermissten gesucht. Während die Überlebenschancen mit fortlaufender Zeit sinken, stellt sich die Frage, warum die Suchaktion so lange dauert.

Mehr Infos gibt es dazu in dem Artikel: "Mehrere Vermisste nach Hauseinsturz in Görlitz: Warum zieht sich die Suche so lange?"

Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerk (THW) arbeiten auf dem eingestürzten Wohnhaus.
Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerk (THW) arbeiten auf dem eingestürzten Wohnhaus.  © Paul Glaser/dpa

20. Mai, 15.25 Uhr: Feuerwehr-Leiterin weiß nicht, ob Suche Mittwoch endet

Die Leiterin der Feuerwehr Görlitz, Anja Weigel, hat sich am Nachmittag mit einem neuen Update zu Wort gemeldet.

"Wir haben derzeit noch nichts gefunden, aber wir gehen davon aus, je tiefer wir kommen, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass wir auf Personen treffen", sagte sie laut dpa. "Das kann schnell gehen, das kann auch bis morgen dauern", fügte sie hinzu.

Die Leiterin der Feuerwehr Görlitz, Anja Weigel, weiß nicht, ob die Suche am Mittwoch enden wird.
Die Leiterin der Feuerwehr Görlitz, Anja Weigel, weiß nicht, ob die Suche am Mittwoch enden wird.  © Steffen Füssel

20. Mai, 15.15 Uhr: Polizei gibt Update und veröffentlicht aktuelle Fotos

Die Suchmaßnahmen nach den vermissten Personen dauern laut der Görlitzer Polizei weiter an.

"Dabei arbeiten alle beteiligten Partner rund um die Uhr und Hand in Hand. Aufgrund der Umstände des Einsatzgebietes erfolgt die Abtragung des zusammengestürzten Hauses zum großen Teil von Hand in Form einer Menschenkette", teilt die Behörde mit.

Dazu veröffentlicht sie aktuelle Bilder von vor und hinter dem Haus.

So sieht es derzeit hinter dem eingestürzten Haus aus.
So sieht es derzeit hinter dem eingestürzten Haus aus.  © Polizei Sachsen
Hier sind die Arbeiten vor dem Haus zu sehen.
Hier sind die Arbeiten vor dem Haus zu sehen.  © Polizei Sachsen

20. Mai, 14.19 Uhr: OB-Wahlkampf wegen Gebäudeeinsturz auf Eis gelegt

Vor dem zweiten Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl in Görlitz am 31. Mai haben beide Kandidaten ihren Wahlkampf aufgrund des Gebäudeeinsturzes vorerst auf Eis gelegt.

Der amtierende OB Octavian Ursu (58, CDU) sowie sein Herausforderer Sebastian Wippel (43, AfD) wollen in den nächsten Tagen darauf verzichten, Infostände in der Stadt aufzubauen und Straßenwahlkampf zu betreiben. Wippel hatte seinen Entschluss bereits am Dienstag via Facebook mitgeteilt. Wie die "Sächsische" am Mittwoch berichtete, unterbricht auch Ursu seinen Wahlkampf.

20. Mai, 12.54 Uhr: Rettungshelfer spricht von "Schutthaufen" und "mentaler Belastung"

Die Rettungskräfte des Technischen Hilfswerks (THW) suchen in den Trümmern unter Hochdruck nach den Vermissten.

Ein THW-Sprecher berichtete gegenüber einem DPA-Reporter vor Ort von einer hohen körperlichen und mentalen Belastung: "Wir haben ein Acht-Stunden-Schichtsystem, sodass wir permanent mindestens zwei Bergungsgruppen am Arbeiten haben, die acht Stunden arbeiten, dann abgelöst werden, in Ruhe gehen, 16 Stunden, dann wiederkommen." Aufgrund des ganzen Trümmer-Staubs können die Einsatzkräfte zudem nur mit Schutzmaske nach den Vermissten suchen.

Und das Trümmerfeld ist riesig: "Die Trümmer stapeln sich ungefähr bis zur zweiten Etage. Und es ist tatsächlich ein Schutthaufen, wie man ihn sich vorstellt auf einem großen Abriss", sagte der THW-Sprecher weiter. Er zeigte sich dennoch optimistisch: "Wir sind noch im Zeitfenster, wo man davon ausgehen kann, dass die Personen noch am Leben sind."

Die Einsatzkräfte suchen unter schwierigen Bedingungen in den Trümmern nach Überlebenden.
Die Einsatzkräfte suchen unter schwierigen Bedingungen in den Trümmern nach Überlebenden.  © Sebastian Willnow/dpa

20. Mai, 12.37 Uhr: Bislang keine Lebenszeichen in Trümmern entdeckt

Während der Suche nach den Vermissten in den Trümmern in der James-von-Moltke-Straße wurden am Mittwoch bislang "keine Anzeichen von Lebenszeichen" festgestellt, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz gegenüber TAG24 am Nachmittag erläuterte.

Weitere Angaben zum Stand der Suchaktion konnte die Polizei deshalb nicht machen.

Die Suchaktion nach den Vermissten brachte bisher noch keinen Erfolg.
Die Suchaktion nach den Vermissten brachte bisher noch keinen Erfolg.  © Sebastian Willnow/dpa

20. Mai, 11.31 Uhr: OB Octavian Ursu in Kontakt mit Angehörigen

Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) steht in Kontakt mit den Angehörigen der vermissten Personen.

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) berichtete er von "emotional sehr angeschlagenen" Angehörigen. Da es sich bei den Vermissten um zwei rumänische Touristen sowie einen bulgarisch-deutschen Staatsbürger handelt, steht der CDU-Politiker zudem in Kontakt mit der zuständigen Botschaft in Berlin.

Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU, M.) am Unglücksort.
Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU, M.) am Unglücksort.  © Sebastian Kahnert/dpa

20. Mai, 10.44 Uhr: Einsatzkräfte mit Stand der Suchaktion "zufrieden"

Die Einsatzkräfte sind nach aktuellem Stand mit der Schnelligkeit bei der Abtragung der Trümmer "zufrieden", erklärte eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz gegenüber TAG24.

Nach kurzer Unterbrechung ist die Suche nach den drei Vermissten seit circa 6 Uhr wieder in vollem Gange.

Noch gibt es keine Lebenszeichen von den Vermissten.
Noch gibt es keine Lebenszeichen von den Vermissten.  © News5

20. Mai, 10.28 Uhr: Anwohner können kurz in gesperrte Häuser

Bewohner der fünf noch gesperrten Häuser in der James-von-Moltke-Straße (Hausnummern 20, 22, 28, 29 und 30) dürfen in Begleitung der Einsatzkräfte kurz in ihre Wohnungen zurück, um persönliche Gegenstände zu holen.

Ab sofort können sich betroffene Anwohner dafür bei den Einsatzkräften an der Absperrung James-von-Moltke-Straße/Ecke Dr.-Kahlbaum-Alle melden, wie die Polizeidirektion Görlitz mitteilte.

Die Suche nach den drei Vermissten dauert derweil weiter an.

Bewohner dürfen Gegenstände aus den gesperrten Wohnungen holen.
Bewohner dürfen Gegenstände aus den gesperrten Wohnungen holen.  © Sebastian Willnow/dpa

20. Mai, 9.43 Uhr: Aktuell 18 Gebäude vom Gasnetz abgeschnitten

Von der unterbrochenen Gaszufuhr sind derzeit 18 umliegende Gebäude betroffen, wie eine Sprecherin der Stadtwerke Görlitz AG gegenüber TAG24 erklärte.

Das Gas konnte im Laufe der Nacht endlich abgestellt werden, sodass die Suchaktion sicher fortgesetzt werden kann. Wann die Gasversorgung für die betroffenen Haushalte wieder hergestellt werden kann, war dagegen noch völlig unklar.

Im Zuge einer aufwendigen Maßnahme wurde in der Nacht die Gasversorgung rund um das eingestürzte Wohnhaus abgeschaltet.
Im Zuge einer aufwendigen Maßnahme wurde in der Nacht die Gasversorgung rund um das eingestürzte Wohnhaus abgeschaltet.  © Sebastian Kahnert/dpa

20. Mai, 9.12 Uhr: Feuerwehr hofft auf Wunder

Ob die drei Vermissten lebendig gefunden werden können, kann die Feuerwehr nach aktuellem Stand nicht mit Gewissheit sagen.

Eine Feuerwehr-Sprecherin erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor Ort: "Wir gehen ganz stark davon aus, dass wir die vermissten Personen finden. In welchem Zustand, das kann ich leider ganz schlecht sagen." Man habe aber noch Hoffnung: "Aber wenn wir Glück haben, ist vielleicht eine Person in einem Hohlraum eingeschlossen. Vielleicht gibt's ja ein Wunder."

Titelfoto: Paul Glaser/dpa

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