Leichen in Görlitz geborgen: Schlimme Befürchtungen sind traurige Gewissheit

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Görlitz - Der Donnerstag brachte Gewissheit, aber keine Erleichterung. Die beiden Rumäninnen Georgiana Rusu (†25) und Simona Marcu (†26) konnten nach stundenlanger Suche nur noch tot aus den Trümmern des eingestürzten Hauses geborgen werden. Am Abend wurde dann auch eine männliche Leiche geborgen - eventuell der vermisste Deutsch-Bulgare Ahmed M. (†48).

Georgiana Rusu (†25, links) wurde noch in der Nacht geborgen. Auch für Simona Marcu (†26) kam jede Hilfe zu spät.
Georgiana Rusu (†25, links) wurde noch in der Nacht geborgen. Auch für Simona Marcu (†26) kam jede Hilfe zu spät.  © Bildmontage: privat (2)

Den ersten traurigen Fund machten die Hilfskräfte am späten Mittwochabend gegen 22.30 Uhr. Nachdem sie sich Stein um Stein durch die Reste des eingestürzten Hauses in der James-von-Moltke-Straße gekämpft hatten, fanden sie einen leblosen Körper.

Ein Notarzt eilte hinzu, doch für die Frau konnte nichts mehr getan werden. Sofort nahmen Kriminaltechniker die Ermittlungen auf, kurze Zeit später stand fest: Es handelt sich um Georgiana Rusu, die Verlobte von Cosmin Ciobanu (27), der schon seit der Explosion am Montag, 17.30 Uhr, an der Katastrophenstelle ausharrte.

Er selbst war dem Einsturz um Haaresbreite entkommen, weil er kurz Kopfschmerztabletten für Georgiana holen wollte. Die traurige Nachricht überbrachten ihm Oberbürgermeister Octavian Ursu (58) und ein Seelsorger.

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Doch für die Rettungskräfte ging es weiter: Noch immer wurden Georgianas Cousine Simona Marcu und Ahmed M. vermisst.

Oberbürgermeister Octavian Ursu (58, CDU) kümmerte sich mit Seelsorgern um die Angehörigen.
Oberbürgermeister Octavian Ursu (58, CDU) kümmerte sich mit Seelsorgern um die Angehörigen.  © Steffen Füssel
Gegen 22.30 Uhr wurde Georgiana Rusu (†25) gefunden.
Gegen 22.30 Uhr wurde Georgiana Rusu (†25) gefunden.  © Sebastian Kahnert/dpa
Stundenlang kämpften sich Helfer durch den Schutt.
Stundenlang kämpften sich Helfer durch den Schutt.  © Sebastian Kahnert/dpa

Identität der männlichen Leiche muss noch bestätigt werden

Mutmaßlich wegen einer Gasexplosion war in Görlitz ein komplettes Haus eingestürzt.
Mutmaßlich wegen einer Gasexplosion war in Görlitz ein komplettes Haus eingestürzt.  © Sebastian Kahnert/dpa

Währenddessen sagte das Gerhart-Hauptmann-Theater das für Donnerstag geplante Kulturpicknick ab. Dies sei kein Moment für ein unbeschwertes Zusammensein, hieß es als Begründung.

14 Uhr dann der nächste Schock: Im vorderen Teil des Hauses fand sich wieder ein Körper, auch hier konnte der Notarzt nur den Tod feststellen. Die Ermittler fanden schnell heraus, dass es sich um Simona Marcu handelt. Beide junge Frauen stammten aus der rumänischen Kleinstadt Cernavoda.

Simonas Mutter war dabei vor Ort. Sie war "erstaunlich gefasst", sagte Ursu am Donnerstag. Es habe ihn beeindruckt, dass sie sich für die Unterstützung der vielen Helfer bedankt habe.

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Und am Abend dann ein dritter Leichenfund. Die Identität konnte dabei zunächst nicht bestätigt werden, doch vieles spricht dafür, dass es sich um Ahmed M. handelt. Spätestens am Freitag dürfte es dazu Klarheit geben.

Titelfoto: Bildmontage: privat (2)

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