Umfrage-Knaller in Sachsen: AfD erreicht Rekordwert - CDU kollabiert
Dresden - In Sachsen hat die AfD in einer neuen Wahlumfrage einen Rekordwert erreicht. Die CDU stürzt ab.
In der am Donnerstag vom rechtskonservativen Portal "NIUS" veröffentlichten INSA-Umfrage kommt die AfD auf 42 Prozent - neue Höchstmarke in den Umfragewerten und fast zwölf Prozentpunkte mehr, als die Partei noch bei der letzten Landtagswahl 2024 holen konnte (30,6 Prozent).
Die CDU hingegen musste im Vergleich zur vorherigen Erhebung fünf Prozentpunkte einbüßen und steht bei 21 Prozent. Bei der Landtagswahl war man mit 31,9 Prozent noch knapp vor der AfD gelandet.
Auch wenn Wahlumfragen keine in Stein gemeißelten Werte darstellen, zeigt die neue Erhebung, dass eine Regierungsbildung im Freistaat immer schwieriger werden könnte. Die sächsische AfD steuert vielmehr - wie bereits in den Umfragen in Sachsen-Anhalt - auf eine mögliche Alleinregierung zu.
Eine Koalition mit dem BSW (7 Prozent) käme bereits jetzt rechnerisch auf eine Regierungsmehrheit.
AfD in Sachsen bei 42 Prozent: Trostpflaster für MP Kretschmer
Die jetzige Minderheitsregierung von CDU und SPD, die mithilfe eines sogenannten Konsultationsmechanismus im Landtag auf Stimmen aus anderen Fraktionen angewiesen ist, kommt in der neuen INSA-Erhebung zusammen nur auf 27 Prozent. Die SPD kommt dabei auf sechs Prozent (Landtagswahl 2024: 7,3 Prozent).
Erst, wenn man noch Grüne (6 Prozent) und Linke (9 Prozent) hinzunimmt, käme man auf den Umfragewert der AfD.
Aus CDU-Sicht gibt es immerhin auch eine gute Nachricht, denn eine Mehrheit von 44 Prozent der Umfrageteilnehmer würde bei einer Direktwahl zwischen Ministerpräsident Michael Kretschmer (51) und AfD-Landeschef Jörg Urban (61) für den Amtsinhaber stimmen.
Für Urban würden nur 20 Prozent der insgesamt 1000 Befragten stimmen.
Titelfoto: Bildmontage: Sebastian Kahnert/dpa, Robert Michael/dpa

