Mehrere Vermisste nach Hauseinsturz in Görlitz: Warum zieht sich die Suche so lange?

Görlitz - Nach dem Einsturz des Wohngebäudes in Görlitz wird noch immer nach drei Vermissten gesucht. Während die Überlebenschancen mit fortlaufender Zeit sinken, stellt sich die Frage, warum die Suchaktion so lange dauert.

Die Suche nach den Vermissten gestaltet sich als schwierig.  © Sebastian Willnow/dpa

Drei Vermisste werden unter den Trümmern an der James-von-Molke-Straße vermutet, die dort inzwischen circa 42 Stunden eingeklemmt wären.

Die Einsatzkräfte erklärten bereits am Dienstag, dass die Chancen aufs Überleben bis 72 Stunden nach dem plötzlichen Einsturz gegeben sind. Damit würde noch Zeit bis Donnerstagabend bleiben.

Für Verzögerungen bei der Suchaktion sorgte bis zum Mittwochmorgen jedoch weiterhin austretendes Gas. Die Gaszufuhr zu unterbrechen und damit den Rettungskräften einen sicheren Einsatz zu ermöglichen, gestaltet sich allerdings schwierig.

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"Da der Zugang zum Hausanschluss des eingestürzten Gebäudes aufgrund von Trümmern und Schutt nicht möglich ist und die komplexe Verzweigung des Gasnetzes in diesem Bereich eine Herausforderung bei der Abschaltung darstellt, ist eine einfache Trennung der Leitung nicht möglich", teilten die Stadtwerke Görlitz am Dienstag mit.

Erst nachdem beauftragte Tiefbaufirmen an mehreren Stellen die Gasleitungen freigebuddelt hatten, konnte der Gasaustritt in der Nacht auf Mittwoch gestoppt werden. Doch damit nicht genug.

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Gas und gefährliche Einsatzstelle behindern Suche nach Vermissten in Görlitz

Um die Gaszufuhr zu unterbrechen, mussten an mehreren Stellen die Leitungen freigelegt werden.  © Paul Glaser/dpa

Neben der "Problematik mit dem Gas" verwies eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz gegenüber TAG24 auf die Einsatzstelle an sich, die "Gefahren und Risiken" birgt.

Während eine weitere Explosionsgefahr mit der Gasabschaltung vorerst beseitigt werden konnte, sorgte die Hauswand eines angrenzenden Gebäudes für weitere Verzögerungen.

Die Explosion in dem eingestürzten Haus hatte auch die Seitenwand des Gebäudes rechts daneben in Mitleidenschaft gezogen. Bevor die Einsatzkräfte die Suche nach den drei Vermissten wieder aufnehmen konnten, musste daher besagte Wand gestützt werden.

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Nach gestoppter Gaszufuhr und gesicherter Hauswand konnte die Suche am frühen Mittwochmorgen, gegen 6 Uhr, fortgesetzt werden.

Bislang aber noch ohne Erfolg.

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