Jetzt wird "Flüsterasphalt" verlegt: Arbeiten auf der A72 schreiten voran

Von Birgit Zimmermann

Leipzig - Das letzte Teilstück der A72 zwischen Rötha und der A38 südlich von Leipzig wird jetzt mit sogenanntem "Flüsterasphalt" ausgestattet.

Dieser letzte Bauabschnitt der A72 ist aufwendig, weil die Strecke über Kippengelände eines ehemaligen Tagebaus führt.  © Jan Woitas/dpa

In diesem Jahr werde der offenporige Asphalt auf der Strecke in Richtung Leipzig eingebaut, teilte die Autobahn GmbH des Bundes mit. 2027 sei die Gegenfahrbahn an der Reihe.

Ende kommenden Jahres solle die A72 dann endgültig fertig sein. Sie führt vom Vogtland über Chemnitz bis zum Autobahnkreuz Leipzig-Süd.

Während der Asphaltarbeiten auf rund drei Kilometern Länge ist die Fahrbahn in Richtung Leipzig komplett gesperrt. Der Verkehr wird auf jeweils einer Spur über die Fahrbahn in Richtung Chemnitz geleitet. Zudem ist die Anschlussstelle Zwenkau in Richtung Leipzig noch bis Mitte Juli gesperrt.

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Die A72 ist ein Langzeitprojekt. Vor vielen Jahren sahen die Planungen vor, die Autobahn zwischen Chemnitz und Leipzig zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 fertigzustellen. Doch es gab immer wieder Verzögerungen.

Zuletzt war angepeilt worden, die Autobahn bis Ende dieses Jahres komplett zu vollenden. Allerdings verläuft der letzte Abschnitt über Kippenboden. Der schwierige Untergrund des ehemaligen Braunkohletagebaus erschwerte den Angaben zufolge den Bau und machte immer wieder Ruhephasen nötig.

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Und auch wenn der Bau der A72 jetzt auf der Zielgeraden ist, hält die Autobahn GmbH Verschiebungen im Zeitplan wegen der Witterungsabhängigkeit der Arbeiten weiterhin für möglich.

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