Linke rebellieren gegen Eigentumswohnungen: So reagiert Sachsen darauf

Leipzig - Die Staatsregierung will im Sommer ein Gutachten zu angespannten Wohnungsmärkten in Sachsen vorlegen.

Bei der Umwandlung in eine Eigentumswohnung ist der Mieter nur unzureichend geschützt, behaupten die Linken.  © picture alliance/dpa/dpa-tmn

Zu spät, findet die Linke und wirft der Regierung vor, Mieter bei der zunehmenden Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen allein zu lassen.

"Die Verkaufsdynamik vor allem im Altbaubestand bleibt in beiden Städten groß", so Juliane Nagel (47, Linke). Die Staatsregierung weigere sich jedoch, die Miethaushalte zu schützen.

Eigentlich erschwert das Umwandlungsverbot (§ 250 BauGB) in Gebieten mit angespannten Wohnungsmärkten die Umwandlung. Zusätzlich kann die Kündigungssperrfrist für betroffene Miethaushalte von drei auf bis zu zehn Jahre verlängert werden.

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Aber mittlerweile steigen die Mieten auch in den Speckgürteln, in Belgershain und Borsdorf nahe Leipzig etwa.

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Der Bau von Eigentumswohnungen ist für Bauherren attraktiver als die Errichtung von Sozialwohnungen. Aber auch bestehende Mietwohnungen werden immer öfter in Eigentumswohnungen umgewandelt.  © picture alliance/dpa/dpa-tmn
Juliane Nagel (47, Linke).  © DPA

"Auch hier müssen Mieterschutz-Instrumente ergriffen werden!", forderte Nagel. Für Dresden und Leipzig gibt es eine Mietpreisbremse bereits.

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