Lkw-Fahrer tyrannisiert viele andere auf A4: Blick der Polizei auf Fahrtenschreiber sagt alles
Burkau - Was war nur in diesen Brummi-Lenker (28) gefahren? Der Mann tyrannisierte am Freitagabend auf der A4 von Dresden kommend in Richtung Görlitz mehrere andere Auto- und Lkw-Fahrer. Als ihn die Polizei stoppte, folgte eine wirklich heftige Bilanz!
Wie die Polizeidirektion Görlitz am Samstag meldet, nahm das Drama um 19.18 Uhr sein Ende, als die Beamten den Rowdy vor der Anschlussstelle Burkau aus dem Verkehr zogen.
Demnach hatte der 28-Jährige zuvor einen Autofahrer vor sich bedrängt. Zum einen fuhr er sehr dicht auf, zum anderen hupte er per Horn sowie per Licht.
Dann setzte er zum Überholvorgang an, scherte so dicht vor dem Autofahrer ein, dass dessen automatischer Notbremsassistent eine Gefahrenbremsung einleitete! Danach machte der "Brummi-Tyrann" einfach so weiter.
Die Polizei schreibt: "Im weiteren Verlauf fuhr der polnische Lkw-Lenker auch dicht auf andere Fahrzeuge auf und überholte diese". "Grob verkehrswidrig und rücksichtslos", sei er dabei laut den Geschädigten vorgegangen.
Drogentest liefert passendes Ergebnis
Die verständigten Autobahnpolizisten setzten dem Treiben schließlich ein Ende. "Zu diesem Zeitpunkt missachtete er das Überholverbot und überholte einen anderen Sattelzug. Anschließend befuhr er den Burkauer Berg mit über 100 Kilometern pro Stunde, setzte wiederholt zum Überholen an und missachtete dabei einen nachfolgenden VW Caddy, welcher ebenfalls eine Gefahrenbremsung einleiten musste", so die Polizei.
Bei der Auswertung des Fahrtenschreibers wurde es richtig heftig. Demnach hatte der Lkw-Fahrer in den vergangenen zweieinhalb Stunden "in 57 Fällen die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten".
Unter diesen Umständen wunderte es vermutlich kaum noch jemanden, dass auch der Drogentest positiv anschlug - auf Cannabis.
"Die Beamten untersagten die Weiterfahrt und ordneten eine Blutentnahme an. Der DAF-Fahrer muss sich nun wegen der zahlreichen Verstöße verantworten. Die Ordnungshüter fertigten entsprechende Straf- und Bußgeldanzeigen", so die Polizei.
Titelfoto: Jens Büttner/dpa
