Radebeul - Seit über fünf Wochen muss der VT 18.16 in Radebeul verbleiben. Ende Juni war an dem historischen DDR-Schnellzug ein Motorschaden aufgetreten. Die Reparatur gestaltet sich kostspielig und erfordert das Wissen von Spezialisten. Doch ein Ende der Zwangspause ist glücklicherweise in Sicht.
"Wir sind dabei, den Turbolader aufzusetzen", berichtet Mario Lieb (60), Geschäftsführer der SVT Görlitz gGmbH, gegenüber TAG24. Es handele sich um das Aggregat des dritten Maschinen-Drehgestells, das als Reserve in Neustrelitz gelagert sei.
"Der erste Motorstart soll in der kommenden Woche stattfinden", so Lieb weiter. Der Zeitplan müsse sich dabei nach der Verfügbarkeit der Ehrenamtlichen richten. Es brauche 20 Betriebsstunden bis zur vollen Einsatzfähigkeit des Motors.
"Ich bin optimistisch, dass die Reparatur noch in diesem Monat abgeschlossen ist", sagt der Betreiber. Eine möglichst zeitnahe Wiederaufnahme der Sonderfahrten sei auch deshalb wichtig, weil die Gesellschaft Geld verdienen müsse.
Schon allein die nun entstandenen Reparatur-Kosten würden sich auf 20.000 bis 30.000 Euro belaufen. "Diese Summe muss erwirtschaftet werden. Hinzu kommt die Eigenleistung am Fahrzeug."
Lieb zufolge ist die Zwangspause auch dafür genutzt worden, um die erforderliche Halbjahreswartung – etwa an Bremsen und Elektrik des Triebwagens – durchzuführen.