Dresden - Sachsen liegt bei der Armutsquote über dem Bundesschnitt.
Nach einem Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands leben im Freistaat durchschnittlich 16,7 Prozent der Menschen in Armut.
Chemnitz (18,2 Prozent) und Leipzig (17,4 Prozent) weisen sogar noch höhere Quoten auf. Bundesweit liegt der Schnitt bei 16,1 Prozent und damit so hoch wie nie. Noch 2024 lag die Quote um 0,6 Prozentpunkte niedriger.
Für die Fraktionsvorsitzende der Linken, Susanne Schaper (48), ist das ein Ergebnis ungerechter Politik.
Armut koste Lebensjahre, da ärmere Menschen deutlich früher als andere sterben, sagte sie. "Wir müssen Druck auf die Bundesregierung ausüben und landespolitische Mittel nutzen, damit künftig alle sozial sicher sind."
Dazu will die Linke privaten Reichtum stärker heranziehen - eine Maßnahme, die inzwischen auch für MP Michael Kretschmer (51, CDU) vorstellbar ist.