Nach dem Glut-Wochenende: Schon jetzt mehr Hitzetote in Sachsen als 2025

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Von Birgit Zimmermann

Leipzig/Berlin - In Sachsen gibt es nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) schon jetzt mehr hitzebedingte Sterbefälle als im Vorjahr.

Einschließlich des extremen Hitzewochenendes geht das Robert-Koch-Institut bereits jetzt von 230 Hitzetoten in diesem Jahr in Sachsen aus. (Symbolbild)
Einschließlich des extremen Hitzewochenendes geht das Robert-Koch-Institut bereits jetzt von 230 Hitzetoten in diesem Jahr in Sachsen aus. (Symbolbild)  © -/dpa

Einschließlich des extremen Hitzewochenendes Ende Juni geht das RKI von 230 Todesfällen im Freistaat aus. Im gesamten Jahr 2025 sollen 100 Menschen im Zusammenhang mit Hitze gestorben sein.

Bundesweit geht das RKI von bislang 5120 hitzebedingten Sterbefällen aus.

Weil der Sommer erst angefangen hat, könnten die Zahlen je nach Wetterlage noch deutlich steigen. Im besonders heißen und trockenen Jahr 2018 hat es laut RKI in Sachsen 510 Hitzetote gegeben, 2019 waren es 410.

Bald ist die Wolfsjagd möglich
Sachsen Bald ist die Wolfsjagd möglich

Dazu zählen Fälle, in denen die Hitzeeinwirkung - etwa bei einem Hitzschlag - den Tod unmittelbar ausgelöst hat. In den meisten Fällen führe jedoch eine Kombination aus Vorerkrankungen und Hitze zum Tod, hieß es. Auf dem Totenschein werde zumeist nicht die Hitze als Todesursache vermerkt. Daher stellt das RKI statistische Berechnungen zu den Hitzetoten an.

In der letzten Juniwoche (Kalenderwoche 26) hatte sich eine Hitzeglocke über Deutschland ausgebreitet. Die Wochenmitteltemperatur tags und nachts lag über 26 Grad – und damit oberhalb der Schwelle von 20 Grad, ab der laut Robert Koch-Institut ein signifikanter hitzebedingter Anstieg der Sterblichkeit zu erwarten ist. 

Titelfoto: -/dpa

Mehr zum Thema Sachsen: