Nach jahrelanger Vorbereitung: Sachsen hat eine neue Badewanne
Von Lutz Brose
Löbnitz - Nach vielen Jahren der Vorbereitung, Sanierung und Entwicklung wurde am Dienstag der Seelhausener See mittels Allgemeinverfügung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Der aus einem Tagebaurestloch entstandene See in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bitterfelder Goitzsche steht künftig für vielfältige Freizeit- und Erholungsaktivitäten zur Verfügung.
Dazu zählen das Baden, das Befahren des Sees mit kleinen, nicht motorisierten Wasserfahrzeugen sowie Windsurfen und Stand-Up-Paddling. Der See im Landkreis Nordsachsen ist 634 Hektar groß und bis zu 27 Meter tief.
Circa zwei Drittel des Sees sind für die touristische Nutzung vorgesehen, der Rest ist für den Naturschutz gesperrt. Elke Kreische-König von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau- Verwaltungsgesellschaft mbH LMBV) skizzierte bei der feierlichen Einweihung den langen Weg der damit verbundenen Bergbaugeschichte: von Arbeit, Entbehrungen, von Eingriffen in die Natur, aber auch von Mut, von der Fähigkeit, Neues entstehen zu lassen.
So entstand in der Gemeinde Löbnitz ein ein Kilometer langer, sanft abfallender Strand mit feinstem Sand und kristallklarem Wasser.
Bürgermeister Detlef Müller meint dazu, "nun muss keiner mehr weit wegfliegen, kommt her und macht Urlaub vor der Haustür". Tatsächlich könnte die kleine Gemeinde mit 2066 Einwohnern bald zum Urlaubsparadies werden.
Neues Ferienresort direkt beim Seelhausener See
Direkt hinter dem Strand begannen vor wenigen Wochen die Bauarbeiten für das Ferienresort "Löbnitzer Bucht" mit 114 Chalets.
Der gut und zum Scherzen aufgelegte 1. Beigeordnete des Landkreises Nordsachsen, Dr. Eckhard Rexroth, hatte noch einen Tipp parat: "Der Gemeingebrauch gilt übrigens auch für die Badenden, nicht für den ganzen See, sondern irgendwo, weit hinter mir fängt Sachsen-Anhalt an, und wenn Sie zu weit raus schwimmen, kommt die Sachsen-Anhalter Kriegsmarine und fängt Sie ab."
Titelfoto: Lutz Brose
