Nach tödlichem Tiger-Angriff: Grüne wollen Wildtierhaltung verbieten
Leipzig/Dresden - Nach der tödlichen Tiger-Attacke in Dölzig bei Leipzig fordern die sächsischen Grünen jetzt Konsequenzen.
"In Sachsen sollte niemand privat Tiger oder andere gefährliche Wildtiere halten dürfen. Ich setze mich deshalb für ein Halteverbot solcher Wildtiere in Privathand ein", so die Grünen-Fraktionsvorsitzende Franziska Schubert (44).
Bei dem Angriff im Mai war ein 72-Jähriger schwer verletzt worden. Am 10. Juli war der Mann seinen Verletzungen erlegen.
Über das Verbot hinaus bräuchten öffentliche Stellen einen Überblick, "welche exotischen Tiere in Sachsen privat gehalten werden und wo sie sich befinden", forderte Schubert.
Ein möglicher Ansatzpunkt könne die Einführung einer wissenschaftlich fundierten Positivliste sein, wie sie in Sachsen-Anhalt bereits diskutiert wird.
Damit soll festgelegt werden, welche Tierarten überhaupt für die private Haltung geeignet sind.
Titelfoto: Eric Münch