Nächster Abschnitt fertig: So geht es mit dem Hochwasserschutz an der Mulde weiter

Döbeln - Der nächste Schritt zu mehr Schutz vor Hochwassern ist abgeschlossen. In Döblen (Landkreis Mittelsachsen) wurde in den vergangenen Monaten eine neue Hochwasserschutzwand gebaut.

Der Hochwasserschutz an der Wappenhenschanlage wird schon seit August 2023 ausgebaut und soll 2028 abgeschlossen sein. (Archivbild vom Start des zweiten Bauabschnitts)  © Ove Landgraf

Wie die Landestalsperrenverwaltung mitteilte, ist damit der nächste Bauabschnitt an der Wappenhenschanlage abgeschlossen. Seit Frühjahr 2025 wurde zwischen Thielestraße und dem Verteilerwehr am linken Ufer der Freiberger Mulde die rund 180 Meter hohe Wand gebaut.

Die Wand wurde abschnittsweise gebaut, aus Großbohrpfählen aus Stahlbeton, einer Stahlspundwand sowie einer Stahlbetonwand aus Mikrobohrpfählen. Dafür entstand im Vorfeld an der Wappenhenschanlage zunächst eine Baustraße im Bereich des Gewässerrandstreifens.

Schon im Sommer werden die Bauarbeiten an der Freiberger Mulde weitergehen, um den Hochwasserschutz in Döbeln zu verbessern. Der nächste Bauabschnitt ist zwischen der Brücke Schillerstraße und Oberbrücke.

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Der Hochwasserschutz in Döbeln wird schon seit mehreren Jahren ausgebaut. Die Landestalsperrenverwaltung (LTV) hat bereits 2009 mit dem Ausbau der Hochwasserschutzanlage begonnen.

"Das Bauprojekt gliedert sich in 21 Bauabschnitte und soll 2029 abgeschlossen sein", so eine Sprecherin der LTV. Insgesamt werden für den Schutz der mittelsächsischen Stadt 95 Millionen Euro investiert, finanziert vom Bund, dem Freistaat Sachsen und aus EU-Mitteln.

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Erster Bauabschnitt vor drei Jahren gestartet

Auch an der Wappenhenschanlage wird schon eine Weile gebaut. Der erste Teilabschnitt war im August 2023 in der Sörmitzer Straße vor dem Klinikum gestartet. Bis 2028 soll dann noch der finale, dritte Bauabschnitt abgeschlossen sein.

Das Projekt rund um die Wappenhenschanlage kostet rund 10 Millionen Euro und wird durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert und durch Steuermittel kofinanziert.

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