Neues Klinik-Netzwerk will Long-Covid-Patienten helfen
Dresden - Geruchsverlust, nervliche Überlastung oder anhaltende Atemnot: Das sind nur einige der Symptome von Long Covid. Am Freitag wurde an der Dresdner Uniklinik der Zusammenschluss von bundesweit 65 Kliniken gefeiert, die vor allem Kindern und Jugendlichen helfen können, schneller gesund zu werden.
Nachdem Corona eingedämmt war, gründete sich das Netzwerk bereits Anfang 2025, um vielschichtige Folgeerscheinungen von Infektionen zu therapieren.
"Wir haben jeden Morgen digitale Meetings mit den Kollegen in der gesamten Bundesrepublik", berichtet Nicole Töpfner, Oberärztin der Pädiatrischen Infektiologie und stellvertretende Projektleiterin.
Oftmals würden Symptome von Long Covid dabei im engsten Umfeld verkannt.
Statt Verständnis und Akzeptanz folgen häufig Ignoranz und Stigmatisierung: "Kinder und Jugendliche haben Schmerzen oder müssen lange ausruhen. Das wird nicht immer richtig gelesen."
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Auch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (46, CDU) weiß um die Bedeutung der Vernetzung im Umgang mit Long Covid und ähnlichen Krankheitsbildern, sie betont: "Durch den Aufbau der Spezialambulanzen, in denen verschiedene Fachrichtungen eng zusammenarbeiten, werden die jungen Patienten bestmöglich auf ihrem Weg zur Genesung unterstützt."
Das Bundesgesundheitsministerium fördert das Projekt namens "PEDNET-LC" vier Jahre lang mit 41 Millionen Euro. 5,5 Millionen von dieser Förderung sind für die Dresdner Uniklinik geplant.
Titelfoto: picture alliance/dpa
