"Nicht behebbares Verfahrenshindernis": Drittes Opfer der Bluttat von Neustadt gestorben
Neustadt in Sachsen - Wird die Bluttat von Neustadt/Sachsen jemals aufgeklärt? Überlebte Helena P. (†48) die Schüsse im Mehrgenerationenhaus am vergangenen Dienstag zunächst mit schweren Verletzungen, erlag sie diesen nun im Krankenhaus. Damit können weder die mutmaßlichen Opfer noch der Tatverdächtige zu den Motiven befragt werden.
Es soll eine Paarberatung gewesen sein, die außer Kontrolle geriet: Sportschütze Nico K. (†54) soll dort mit seiner Ex-Partnerin Helena erschienen sein, dann eine Pistole gezogen und das Feuer auf seine Ex und die Beraterin (†48) eröffnet, sich anschließend selbst getötet haben.
Als die Polizei vor Ort eintraf, fand sie zwei Leichen und die schwer verletzte Helena. Doch auch sie konnten die Ärzte jetzt nicht mehr retten, wie TAG24 am Sonntag aus Sicherheitskreisen bestätigt wurde. Offiziell wollte sich noch niemand dazu äußern.
Schon mit dem Tod des mutmaßlichen Todesschützen standen die Ermittlungen kurz vor der Einstellung: In der Juristensprache besteht darin ein "nicht behebbares Verfahrenshindernis", sollte es keine weiteren Beschuldigten geben, muss das Strafverfahren eingestellt werden.
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Doch mit dem Tod der mutmaßlichen Opfer können auch die wichtigsten Zeugen nicht mehr vernommen werden.
Die Tat hatte am Dienstag über die Grenzen der Kleinstadt hinaus für Bestürzung gesorgt, das Mehrgenerationenhaus bleibt voraussichtlich bis Freitag geschlossen, alle Kurse und Angebote wurden abgesagt.
Titelfoto: Bildmontage: Ove Landgraf/ Marko Förster