Lieber Wanderschuhe als Pantoffeln: Oberlausitz sucht Wegewarte

Sachsen - Raus aus dem Wohnzimmer, rein ins Grün.

Auch die Wanderwege in der östlichen Oberlausitz brauchen ihre Pflege.  © Imago/Hohlfeld

In der östlichen Oberlausitz werden neue Wegewarte gesucht - Menschen, die lieber Wanderschuhe als Pantoffeln tragen und wissen, dass ein guter Spaziergang mehr ist als nur Bewegung.

Wer gern draußen unterwegs ist und keine Angst vor Schraubenzieher und Wegweisern hat, kann jetzt zum Hüter der Wanderwege werden.

"Man sollte einfach Lust haben, draußen zu sein und die Wege abzuwandern", sagt Fabian Kahoun (27) vom Regionalmanagement Östliche Oberlausitz.

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Die Aufgaben sind bodenständig, aber wichtig: Schilder kontrollieren, mal eine Bank reparieren oder nach einem Sturm schauen, ob der Weg noch da ist, wo er sein soll. "Handwerkliches Geschick sollte man schon ein bisschen mitbringen."

Hauptberuflich ist das Ganze übrigens nicht, sondern ein Ehrenamt mit Frischluftgarantie.

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Oberlausitzer Wegewarte sollten bestenfalls aus dem jeweiligen Ort kommen

Mindestens zweimal im Jahr sollten die Wege abgegangen werden, aber gern so oft wie möglich. "Ideal ist es, wenn die Wegewarte aus dem jeweiligen Ort kommen", erklärt Kahoun. "Dann kennt man jeden Pfad und merkt sofort, wenn etwas nicht stimmt."

Vorkenntnisse braucht niemand, Schulungen gibt's obendrauf. Zum Wegewart-Dasein gehören auch gesellige Runden und der Austausch im Netzwerk. Eine kleine Entschädigung sei meist je nach Gemeinde vorgesehen.

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