Mehr Auslandsgäste, Rekord in Görlitz: Oberlausitz trotzt dem Tourismus-Trend
Bautzen - Die Zahlen im sächsischen Tourismus stagnierten 2025 fast flächendeckend. Positiv stach die Oberlausitz heraus. In einigen Bereichen konnte sich die Region sogar steigern.
Voran ging's etwa im Camping-Segment mit 385.039 Übernachtungen und einem Plus von 4,1 Prozent.
"Damit bewegt sich die Region nahezu auf dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019", so die Marketinggesellschaft Oberlausitz (MGO).
Insgesamt registrierten die Touristiker 727.096 Ankünfte und etwas über zwei Millionen Übernachtungen. Die Stadt Görlitz verzeichnete mit 20.000 Übernachtungen mehr und einem Plus von 6,1 Prozent sogar einen neuen Höchstwert (gesamt: 340.851 Übernachtungen).
Positiv entwickelte sich auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer. Sie stieg erstmals auf 2,3 Tage. Gegen den Trend legte das Auslandsgeschäft um 29,6 Prozent zu. Wichtige Impulse kamen hier vor allem aus Polen und Tschechien, aber auch aus der Schweiz, aus Österreich und Nordamerika.
Tourismusministerin Barbara Klepsch positiv gestimmt
Sachsenweit waren die Zahlen erstmals seit Corona rückläufig. Ausnahmen bildeten lediglich die Sächsische Schweiz sowie das Erzgebirge und die Region Chemnitz-Zwickau, die beide vom Kulturhauptstadtjahr 2025 profitierten.
Die touristische Entwicklung sei kein Selbstläufer, sondern unterliege vielfältigen Einflüssen und brauche wirksame Unterstützung, erklärte Tourismusministerin Barbara Klepsch (61, CDU) auf Nachfrage. "Ich bin zuversichtlich, dass die Entwicklung in diesem Jahr weiter positiv voranschreitet."
Die MGO will 2026 im Radtourismus und dem Kulturbereich auf die Tube drücken. Die 18 Qualitätsrouten sollen mit digitalen Angeboten weiterentwickelt werden, entlang der Fernradwege sollen zusätzliche Erlebnispunkte entstehen.
Bei den UNESCO-Stätten, wie bei Schloss und Park Muskau, sind mehrsprachige Audioguides oder Augmented-Reality-Stationen in Planung.
Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/Krauthöfer, Steffen Füssel, Thomas Türpe

