Mehr Auslandsgäste, Rekord in Görlitz: Oberlausitz trotzt dem Tourismus-Trend

Bautzen - Die Zahlen im sächsischen Tourismus stagnierten 2025 fast flächendeckend. Positiv stach die Oberlausitz heraus. In einigen Bereichen konnte sich die Region sogar steigern.

Besonders im Segment Camping konnte der Oberlausitzer Tourismus 2025 zulegen - bei insgesamt leicht gesunkenen Gästezahlen.
Besonders im Segment Camping konnte der Oberlausitzer Tourismus 2025 zulegen - bei insgesamt leicht gesunkenen Gästezahlen.  © IMAGO/Krauthöfer

Voran ging's etwa im Camping-Segment mit 385.039 Übernachtungen und einem Plus von 4,1 Prozent.

"Damit bewegt sich die Region nahezu auf dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019", so die Marketinggesellschaft Oberlausitz (MGO).

Insgesamt registrierten die Touristiker 727.096 Ankünfte und etwas über zwei Millionen Übernachtungen. Die Stadt Görlitz verzeichnete mit 20.000 Übernachtungen mehr und einem Plus von 6,1 Prozent sogar einen neuen Höchstwert (gesamt: 340.851 Übernachtungen).

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Positiv entwickelte sich auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer. Sie stieg erstmals auf 2,3 Tage. Gegen den Trend legte das Auslandsgeschäft um 29,6 Prozent zu. Wichtige Impulse kamen hier vor allem aus Polen und Tschechien, aber auch aus der Schweiz, aus Österreich und Nordamerika.

Die guten Zahlen unterstreichen die Attraktivität von Görlitz für Gäste aus dem In- und Ausland, sagt der Görlitzer Landrat Stephan Meyer (44, CDU).
Die guten Zahlen unterstreichen die Attraktivität von Görlitz für Gäste aus dem In- und Ausland, sagt der Görlitzer Landrat Stephan Meyer (44, CDU).  © Thomas Türpe
Knapp über 2 Millionen Übernachtungen zählte die Oberlausitz im vergangenen Jahr - etwas weniger als 2024.
Knapp über 2 Millionen Übernachtungen zählte die Oberlausitz im vergangenen Jahr - etwas weniger als 2024.  © picture alliance/dpa
Ziele im benachbarten Polen wie Jelenia Gora sind von der Oberlausitz aus nah.
Ziele im benachbarten Polen wie Jelenia Gora sind von der Oberlausitz aus nah.  © imago/Rainer Weisflog
Zieht bei Eisenbahnromantikern immer: die Zittauer Schmalspurbahn (hier am Bahnhof Teufelsmühle in Oybin).
Zieht bei Eisenbahnromantikern immer: die Zittauer Schmalspurbahn (hier am Bahnhof Teufelsmühle in Oybin).  © Imago/Hohlfeld

Tourismusministerin Barbara Klepsch positiv gestimmt

Hofft trotz stagnierender Gästezahlen auf ein erfolgreiches Jahr: Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch (61, CDU).
Hofft trotz stagnierender Gästezahlen auf ein erfolgreiches Jahr: Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch (61, CDU).  © Steffen Füssel

Sachsenweit waren die Zahlen erstmals seit Corona rückläufig. Ausnahmen bildeten lediglich die Sächsische Schweiz sowie das Erzgebirge und die Region Chemnitz-Zwickau, die beide vom Kulturhauptstadtjahr 2025 profitierten.

Die touristische Entwicklung sei kein Selbstläufer, sondern unterliege vielfältigen Einflüssen und brauche wirksame Unterstützung, erklärte Tourismusministerin Barbara Klepsch (61, CDU) auf Nachfrage. "Ich bin zuversichtlich, dass die Entwicklung in diesem Jahr weiter positiv voranschreitet."

Die MGO will 2026 im Radtourismus und dem Kulturbereich auf die Tube drücken. Die 18 Qualitätsrouten sollen mit digitalen Angeboten weiterentwickelt werden, entlang der Fernradwege sollen zusätzliche Erlebnispunkte entstehen.

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Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/Krauthöfer, Steffen Füssel, Thomas Türpe

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