Raffinierte Köpfe in Sachsen ausgezeichnet: Diese Schüler überzeugen die Ingenieurkammer

Dresden - Bühne frei für junge Tüftler aus Sachsen: Am Dienstag versammelten sich zahlreiche Jugendliche in den Technischen Sammlungen Dresden, um die Preisträger des Schülerwettbewerbs "Junior.ING: Arena - gut überDACHt" zu ehren. Prämiert wurden die kreativsten und stabilsten Modellkonstruktionen aus dem gesamten Freistaat. Mehr als 187 Jungen und Mädchen stellten sich dieser Herausforderung.

Paula Spranger (13, l.), Nele Schmidt (14, M.) und Luise Kaufmann (14, r.) mit ihrem Gewinner-Modell "Fairy Theater".  © Petra Hornig

Bereits beim Betrachten der selbst gebauten Ausstellungsstücke wird deutlich, dass es sich nicht nur um eine gewöhnliche Hausaufgabe handelt.

"Hier stehen nach wochenlanger Arbeit 77 Modelle von etwa 19 sächsischen Schulen", betonte Dr.-Ing. Hans-Jörg Temann (58), Präsident der Ingenieurkammer Sachsen. Seit 2018 begleitet der 58-Jährige den Wettbewerb und setzt sich für den Einfallsreichtum junger Ingenieure ein.

"Heute spielen die Schülerinnen und Schüler die Hauptrolle – ihr habt eindrucksvoll gezeigt, was Sachsen für kluge Köpfe hat", lobte er. In diesem Jahr stellten sich die Jugendlichen der Herausforderung "Freiluftarena".

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Die besondere Schwierigkeit lag darin, eine Bühnenüberdachung zu entwickeln, die eine Traglast von mindestens 250 Gramm bewältigt und selbst einem Föhn-Windtest standhält. Von schlicht bis spektakulär: Die Bandbreite der Entwürfe beeindruckte die zwölfköpfige Jury ebenso wie die Besucher.

"Wir haben hier Projekte unter anderem aus Löbau, Leipzig, Dresden, Limbach-Oberfrohna und Coswig", erklärte der sächsische Staatssekretär Wilfried Kühner (61).

Egal ob Grundschüler, Berufsschüler oder Gymnasiasten - jeder erprobte sein Können. Besonders hob Patrick Schreiber (46), Präsident des Landesamtes für Schule und Bildung, die starke Beteiligung von über 80 Mädchen hervor.

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Der Präsident des Landesamtes für Schule und Bildung, Patrick Schreiber (46), war von den Schülerprojekten fasziniert.  © Petra Hornig
Das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Löbau reichte gleich mehrere Kontraktionen ein - und gewann den Sonderpreis der Stiftung "Sachsen. Land der Ingenieure".  © Petra Hornig
Auch die Meinung der Besucher war gefragt: Das Ausstellungsmodell "Oktagon Arena" zweier Zehntklässler des Freien Evangelischen Limbacher Schulzentrums gewann den Preis als "Publikumsliebling".  © Petra Hornig

Die Gewinner erhielten eine ordentliche Siegerprämie

In der höheren Altersklasse konnte sich das Ausstellungsstück "Einfache Hyperschale" durchsetzten - die sächsischen Schüler Janek Hentsch (16, l.), Sebastian Heimpold (15, m.) und Jonasz Koper (16, r.) können es kaum fassen.  © Petra Hornig

"Ihr habt etwas geschafft, bei dem viele Erwachsene vermutlich gescheitert wären", betonte der 46-Jährige. Der Wettbewerb teilte sich in zwei Altersgruppen auf: die Sekundarstufe bis zur achten Klasse und Schüler ab der neunten Klasse.

In der jüngeren Altersklasse setzten sich drei Schülerinnen des Matthes-Enderlein-Gymnasiums aus Zwönitz durch: Luise Kaufmann (14), Nele Jolina Schmidt (14) und Paula Spranger (13). Die Jury lobte ihr Projekt "Fairy Theater".

Bei den älteren Schülern (ab Klasse 9) gewann die "Einfache Hyperschale" der Neuen Nikolaischule aus Leipzig.

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"Ich freue mich sehr, dass die harte Arbeit hinter dem aufwendigen Projekt ausgezeichnet wurde", sagte Janek Hentsch (16), einer der jungen Ingenieure. Sein Projekt-Kollege Sebastian Heimpold (15) gab zu, eher pessimistisch angereist zu sein.

Umso größer war nun die Freude über den ersten Platz – und darüber, zu den besten Nachwuchsprojekten bundesweit zu gehören.

"Wir haben sehr lange für unser Modell gebraucht - schlussendlich war es tatsächlich unser dritter Anlauf, bis wir die finale Idee hatten", betonte der Dritte im Bunde, Jonasz Koper (16).

Die Gewinner des Schülerwettbewerbs erhielten neben zahlreichen Glückwünschen 250 Euro Siegerprämie.

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