Chemnitz - Der Eichenprozessionsspinner sorgt derzeit in mehreren Regionen Sachsens für Aufregung. Vor allem in Dresden und Nordsachsen werden immer wieder Funde der giftigen Raupe gemeldet. Doch wie sieht die Lage in Chemnitz aus?
"Es gibt bisher keine bestätigten Nachweise des Eichenprozessionsspinners im Stadtgebiet Chemnitz", teilt die Stadt mit. Zwar gehen beim Umweltamt regelmäßig Hinweise von Bürgern ein. Doch nicht hinter jedem Gespinst steckt automatisch die gefährliche Raupe.
Nach Angaben der Stadt handelt es sich bei den gemeldeten Fällen bislang um sogenannte Gespinstmotten. Diese überziehen Sträucher und Hecken zwar mit auffälligen weißen Gespinsten, sind für Menschen und Haustiere aber ungefährlich.
Weil der Eichenprozessionsspinner in Chemnitz bislang nicht nachgewiesen wurde, sieht die Stadt derzeit auch keinen Anlass für besondere Gegenmaßnahmen oder Bekämpfungsprogramme.
Sollten Bürger dennoch verdächtige Raupen oder Nester entdecken, ist Vorsicht geboten: "Grundsätzlich sollte man Berührungen mit Raupen und Nestern vermeiden", erklärt eine Sprecherin. "Bei Kontakt mit den Gifthaaren empfiehlt das Umweltamt der Stadt Chemnitz eine ärztliche Abklärung."