Rückschlag für Sachsens Kultusminister: Bundesländer setzen weiter auf Lehrer-Verbeamtung
Dresden/Berlin - Kultusminister Conrad Clemens (42, CDU) kehrte mit leeren Händen von der Bildungsministerkonferenz (KMK) aus Berlin zurück. Lediglich das Bundesland Brandenburg unterstützt seine Initiative, Lehrer bundesweit zukünftig nicht mehr zu verbeamten.
Trotz Rückschlag bleibt der Minister aber bei seiner Meinung.
"Wir müssen neu über das Thema Verbeamtung nachdenken, auch bei Lehrkräften. Guter Unterricht hängt nicht vom Beschäftigungsverhältnis der Lehrkraft ab und wenn wir ehrlich sind, können wir uns die finanzielle Belastung für die öffentlichen Haushalte nicht mehr leisten", sagt er zu TAG24 im Landtag.
Hintergrund seines Vorstoßes sind die hohen Pensionskosten gewesen, die durch die Verbeamtung der Lehrer auflaufen. Er bedauert es, dass es aktuell für seinen Vorschlag eines gemeinsamen Weges keine Mehrheit in der KMK gibt.
Clemens: "Mit Blick auf die 2030 auslaufende Regelung in Sachsen werde ich das Thema in zwei Jahren erneut einbringen."
Bereits am Morgen hatte sich der deutsche Philologenverband gegen den Vorschlag aus Sachsen gestemmt.
Vor der Konferenz der Bildungsminister erklärte Verbandschefin Susanne Lin-Klitzing: "Wer Schule destabilisiert, destabilisiert unsere Gesellschaft. Der Beamtenstatus ist ein Schutzschild für Lehrkräfte und damit für unsere Kinder und unsere Zukunft."
Titelfoto: Robert Michael
