Sachsen bei Touristen immer beliebter: Ein Trend sticht besonders heraus

Von Jasmin Beisiegel, Sebastian Münster

Dresden - Sachsen hat in diesem Jahr bis Ende Mai mehr Touristen angelockt als im Vorjahreszeitraum.

Vor allem das Camping in Sachsen boomt.  © Hendrik Schmidt/dpa

"Die sächsische Tourismusbilanz für die ersten fünf Monate des Jahres 2026 zeigt eine erfreuliche und stabile Aufwärtsentwicklung", sagte Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) auf Anfrage.

Von Januar bis Mai gab es laut aktueller Statistik mit 2,1 Millionen Ankünften von Gästen ein Plus von 3,4 Prozent und mit 5,1 Millionen Übernachtungen einen Zuwachs von 2,0 Prozent.

Besonders groß war der Zuwachs beim Camping - laut Klepsch ein echter Wachstumstreiber. Das Segment habe mit 274.100 Übernachtungen und einem Zuwachs um 13,4 Prozent einen hervorragenden Start in die Freiluftsaison hingelegt, sagte die Ministerin.

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Profitieren konnten von dem Zuwachs die Oberlausitz, die Sächsische Schweiz, das Erzgebirge, Dresden und Leipzig mit mehr Übernachtungen. Das Elbland und das Vogtland verloren hingegen leicht. 

In der Region Chemnitz-Zwickau gingen die Übernachtungen um rund 10 Prozent zurück. Diese Entwicklung war nach dem Kulturhauptstadtjahr erwartbar, wie Klepsch sagte.

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Auch ein Städtetrip nach Dresden ist bei Touristen beliebt.  © Katharina Kausche/dpa

Conference League sorgt für Boom bei britischen Touristen

Sachsen ist vor allem bei deutschen Touristen beliebt. Rund 90 Prozent der Übernachtungsgäste reisten aus dem Inland an. Die meisten ausländischen Gäste kamen aus den deutschen Nachbarländern Polen (39.100 Ankünfte), Österreich (23.800) und Tschechien (20.400). 

Einen regelrechten Boom gab es laut Ministerium bei den Touristen aus Großbritannien zum Finale der Fußball Conference League in Leipzig. Im Mai spielte dort der Londoner Club Crystal Palace gegen Rayo Vallecano aus Madrid. Allein in diesem Monat besuchten 10.400 Briten den Freistaat - mehr als doppelt so viele wie ein Jahr zuvor.

Das Spiel habe eindrucksvoll bewiesen, welche Hebelwirkung sportliche Großereignisse für den Tourismus haben, so Klepsch.

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