Sachsens Hochschulen sehen sich finanziell am Limit

Dresden/Leipzig - Massenhafte Mehrarbeit, entgrenzte Arbeitszeiten, strukturelle Überbelastung: Ein Bündnis aus Studierendenvertretungen und der Gewerkschaft ver.di hat nun eine Petition gegen weitere Kürzungen an Sachsens Hochschulen gestartet.

Die Dauerbelastung für die Beschäftigten an Sachsens Hochschulen steigt und steigt, sagt die Gewerkschaft ver.di und hat eine Petition gestartet. (Symbolfoto)  © Jan Woitas/dpa

Unter dem Titel "Hochschulen am Limit - Investitionen statt Sparpolitik" wird eine verlässliche Finanzierung gefordert. Hintergrund sind die laufenden Verhandlungen über den Doppelhaushalt 2027/28.

Das Bündnis warnt vor den Folgen jahrelanger Unterfinanzierung: Sanierungsstau, weniger Lehrangebote, Einstellungsstopps und eine wachsende Belastung für Beschäftigte.

Gefordert werden unter anderem eine auskömmliche Grundfinanzierung für Hochschulen und Studierendenwerke, Investitionen in Sanierung und Digitalisierung sowie Dauerstellen für Daueraufgaben. Weitere Kürzungen und pauschale Einstellungsstopps lehnt die Initiative ab.

Sachsen So viele Sterne leuchten an sächsischen Hotels

Schon Anfang des Monats hatte die Bildungsgewerkschaft GEW eine Umfrage des Personalrats der Uni Leipzig aufgegriffen und fünf Kernforderungen aufgestellt.

Anzeige

David Jugel, Vize-Landesvorsitzender der GEW Sachsen: "Die Beschäftigten halten den Betrieb auf Kosten ihrer Gesundheit aufrecht, während die Universität sie mit Kürzungen abstraft. Das akzeptieren wir nicht!"

Mehr zum Thema Sachsen: