Sachsens Ladesäulen im Visier von Kriminellen: Schon fast so viele Fälle wie in ganz 2025
Dresden - Mittlerweile kein außergewöhnliches Bild mehr: Kurz nach Mitternacht fehlten an drei Ladestationen am Dresdner "Globus" in der Rähnitzer Allee die Ladekabel. Der Schaden liegt bei 12.000 Euro. Kein Einzelfall: Bis zum vergangenen Jahr stieg die Zahl der Kabeldiebstähle - und auch dieses Jahr läuft auf einen neuen Rekordwert zu.
Es trifft auch den kommunalen Versorger SachsenEnergie: "Die aktuellen Zahlen der Diebstähle von Kabeln von E-Ladestationen zeigen, dass der Diebstahl derzeit zunimmt", sagt Sprecherin Nora Weinhold (42) gegenüber TAG24.
"2025 mussten wir insgesamt 22 Diebstähle verzeichnen, in diesem Jahr sind es bereits 16 Diebstähle." Dabei ist SachsenEnergie im Vergleich zu anderen Anbietern noch weniger betroffen, vermutlich da deren Ladestationen zum Großteil an innerstädtischen Hauptverkehrsachsen liegen.
Trotzdem eine Belastung für das Unternehmen: "Zusätzlich zu den Material- und Reparaturkosten gehen damit im Durchschnitt an jeder beschädigten E-Ladesäule etwa 1000 Euro Umsatz pro Ausfallwoche verloren."
Deswegen habe man die Sicherheitsmaßnahmen erhöht. "Unter anderem sind die Ladekabel mit Alarm gesichert, teilweise gibt es auch Kameraüberwachung an den Ladesäulen." Dabei ist der Wert der Beute mit 50 bis 80 Euro geradezu verschwindend gering.
Jetzt kostenlos für den News-des-Tages-Newsletter anmelden!
Dafür drohen härtere Strafen als bei anderen Diebstählen: Am 5. Februar erwischte die Polizei am Mittag in Heidenau einen Kabeldieb (33). Da der Deutsche für den Klau ein Messer dabeihatte, wurde er wegen Diebstahls mit Waffen angezeigt.
Titelfoto: Bildmontage: Ove Landgraf, Holm Helis
