Empfehlung von Unternehmens-Beratung: VW soll Standorte in Sachsen schließen!

Leipzig/Chemnitz - Ratzeputz weg! Autobauer Volkswagen unterhält in Sachsen noch drei Standorte, Porsche einen weiteren. Noch. Die Unternehmensberatung McKinsey empfiehlt die Schließung.

Noch läuft die Produktion im VW-Werk Zwickau-Mosel.
Noch läuft die Produktion im VW-Werk Zwickau-Mosel.  © imago/Sylvio Dittrich

Was bleibt von VW in Deutschland? Die Frage drängte sich in der vergangenen Woche geradezu auf, nachdem bekannt wurde, dass der Gewinn des Konzerns 2025 um die Hälfte eingebrochen war.

Nun hat der Unternehmensberater McKinsey offenbar eine Antwort gefunden. Sie besteht aus wenigen Worten: Wolfsburg (VW) und Ingolstadt (Audi).

Wie "Bild" und "Spiegel" berichten, sollen demnach alle anderen Werke langfristig dichtgemacht werden, darunter auch das Porsche-Werk in Leipzig und die VW-Produktion in Mosel bei Zwickau. Ob das Motorenwerk Chemnitz in diesem Szenario Bestand hätte, ist unklar.

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Ein Sprecher des VW-Konzernbetriebsrats wollte die Informationen nicht kommentieren und sprach von haltlosen Spekulationen.

Die Hauptaktionäre, die Familien Porsche und Piëch, forderten 2024 schon einmal die Schließung des VW-Werks in Mosel bei Zwickau.
Die Hauptaktionäre, die Familien Porsche und Piëch, forderten 2024 schon einmal die Schließung des VW-Werks in Mosel bei Zwickau.  © DPA
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20 Prozent Einsparungen bis 2028 plus sechs Milliarden bis 2030?

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Auch die aktuell krisengeplagten Autozulieferer können profitieren, glaubt Jens Katzek (62), Geschäftsführer des Automotive-Clusters Ostdeutschland.  © Norbert Neumann

Für alle deutschen Werke gilt jedoch eine Arbeitsplatzgarantie bis 2030. Aber auch dann dürfte eine 1:1-Umsetzung des McKinsey-Plans kaum wahrscheinlich sein.

Näher liegt der Gedanke, dass damit eine Drohkulisse aufgebaut werden soll, um die Konzernspitze für neue Sparverhandlungen mit dem Gesamtbetriebsrat aufzumunitionieren, mutmaßt der "Spiegel".

Zu den Einsparungen kursieren bisher zwei Zahlen: 20 Prozent der Gesamtkosten bis 2028 und (zusätzliche) 6 Milliarden Euro bis 2030.

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Empfindliche Einschnitte kennen die sächsischen Standorte bereits. Im Werk in Mosel wurde die Produktion wegen der Absatzschwierigkeiten in den letzten Jahren schrittweise eingedampft, Produktionslinien geschlossen, Arbeitsplätze abgebaut.

Die Gläserne Manufaktur in Dresden stellte die Produktion zum Jahresende sogar ganz ein.

Titelfoto: Bildmontage: dpa ; IMAGO/Sylvio Dittrich

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