Rathen - Umgestürzte Bäume, gesperrte Wanderwege und allein in Hohnstein rund 100.000 Euro Schaden: Eine Woche nach dem schweren Unwetter kämpft die Sächsische Schweiz noch mit den Folgen. Gleichzeitig senden Stadt und Land ein deutliches Signal: Urlauber sollen bitte nicht wegbleiben.
Der Sturm hatte vor allem rund um Rathen schwere Schäden angerichtet. Ein Mensch kam ums Leben, drei weitere wurden verletzt.
Etwa die Hälfte des betroffenen Gebietes liegt nach Angaben von Hohnsteins Bürgermeister Daniel Brade (45, SPD) auf seiner Flur. Allein dort werden Schäden an Wander- und Waldwegen auf rund 100.000 Euro geschätzt.
Einige Sperrungen könnten noch länger dauern. Vor allem die Beräumung am Amselsee und im Amselgrund gilt als schwierig. Auch die Schwedenlöcher bleiben zunächst gesperrt. Wie das Sturmholz in einigen Bereichen abtransportiert werden kann, ist teilweise noch offen.
Trotzdem betonen Landkreis und Tourismusbranche: Die Sächsische Schweiz ist weiterhin offen. Nach Angaben von Tourismusministerin Barbara Klepsch (61, CDU) sind 98 Prozent der rund 1000 Kilometer Wanderwege trotz der Schäden begehbar.
So wurde der Basteiweg von Rathen hinauf am Freitag freigegeben. Für einen derzeit nicht begehbaren Abschnitt des Malerwegs wurde bereits eine Umleitung ausgeschildert.