Fünf Wochen nach der Unwetter-Katastrophe: Wanderhütte am Amselsee muss abgerissen werden

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Rathen - Hoffen und Bangen nach der Katastrophe: Nach dem Unwetter am 31. Juli, das Teile der Sächsischen Schweiz verwüstete, zeichnet sich für die Betroffenen langsam ab, wie es weitergeht. Doch noch nicht alles ist dabei geklärt.

TV-Köchin Verena Leister (33, "The Taste") würde sich darüber freuen, nächste Saison schon wieder öffnen zu können.
TV-Köchin Verena Leister (33, "The Taste") würde sich darüber freuen, nächste Saison schon wieder öffnen zu können.  © Marko Förster

Zumindest eine Sache ist gewiss: Die Hütte der "Wanderrast am Amselsee" muss komplett abgerissen werden. Das hatte TV-Köchin und Pächterin Verena Leister (33) schon recht früh befürchtet, jetzt bestätigt es auch der Bürgermeister: "Aus zwei Gründen", so Roman Rolof (55, Freie Wähler).

"Die Mauer dahinter ist kaputtgegangen. An die kommen wir nicht heran, ohne die Hütte abzureißen."

Allerdings sei diese so stark beschädigt, dass sie drohe beim nächsten Starkregen auf die Hütte zu fallen. "Am Gebäude selbst haben wir aber auch Totalschaden", so der Bürgermeister. "Es wäre teurer sie zu sanieren, als sie abzureißen."

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Doch Rathens Ortschef hat auch gute Nachrichten: "Wir haben ja auch Spenden bekommen. Mit denen und einigen freiwilligen Helfern bin ich mir sicher, dass die Rast im kommenden Frühjahr wieder öffnen kann."

Würde man sich stur an den Vertrag halten, müsste die Pächterin eigentlich alles alleine schultern. Denn das Papier sagt, dass sie die Hütte so zurückgeben muss, wie sie sie übernommen hat. Damit das nicht so kommt, muss nur noch der Gemeinderat zustimmen.

Die Pächterin selbst ist etwas skeptischer: "So richtig glaube ich nicht daran, dass das bis zum Frühjahr funktioniert", sagt sie TAG24. "Ich halte 2028 für realistischer, aber ich würde mich natürlich wahnsinnig freuen, wenn es eher klappt."

Die "Wanderrast am Amselsee" muss abgerissen werden.
Die "Wanderrast am Amselsee" muss abgerissen werden.  © Norbert Neumann
Bürgermeister Roman Rolof (55, Freie Wähler) gibt sich optimistisch.
Bürgermeister Roman Rolof (55, Freie Wähler) gibt sich optimistisch.  © Daniel Förster

Waltersdorfer Mühle Wirt verzweifelt

Christoph Büttner (58) von der Waltersdorfer Mühle kommt nicht an das Spendengeld.
Christoph Büttner (58) von der Waltersdorfer Mühle kommt nicht an das Spendengeld.  © Marko Förster

In der Waltersdorfer Mühle im Polenztal wiederum verzweifelt Wirt Christoph Büttner (58) langsam etwas.

"Ein Bekannter hat ja unter meinem Namen Spenden gesammelt", sagt er TAG24. "Aber nun kommt da niemand ran, weil der Name nicht übereinstimmte.

Wenn das bis März nicht geklärt ist, bekommen alle Spender ihr Geld zurück." Dabei wurden die benötigten 22.000 Euro erreicht. "Die Bäume liegen immer noch auf meinem Dach", so Büttner.

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"Die Firmen hätte ich schon, aber dazu brauche ich auch das Geld." Noch dazu würden derzeit die Gäste ausbleiben. "Mein Biergarten ist offen. Man kommt auch vom Hockstein oder dem Parkplatz am Ziegenrücken ins Polenztal. Nur der Weg von Rathen ist noch gesperrt!"

Titelfoto: Bildmontage: Marko Förster, Norbert Neumann

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