Lebenswerk steht zum Verkauf: Eisenbahnwelten suchen neuen Besitzer

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Rathen - Ein Lebenswerk auf 6500 Quadratmetern steht jetzt zum Verkauf. Was einst mit einer Kindheitsleidenschaft begann, ist heute eine der bekanntesten Miniaturwelten Sachsens. Jetzt suchen die berühmten Eisenbahnwelten im Kurort Rathen einen neuen Besitzer.

Lothar Harnisch (72) möchte seinem möglichen Nachfolger aber genug Zeit geben.
Lothar Harnisch (72) möchte seinem möglichen Nachfolger aber genug Zeit geben.  © Norbert Neumann

Gründer Lothar Hanisch (72) schwelgt in Erinnerungen: "Modelleisenbahnen baue ich seit meinem sechsten Lebensjahr. Hier habe ich die Chance gesehen, etwas richtig Großes auf die Beine zu stellen." 2005 kaufte er das Gelände, stellte Mitarbeiter ein und baute los. Zu Ostern 2007 wurde die Anlage eröffnet.

Insgesamt rund 1,1 Millionen Besucher kamen bisher in die Eisenbahnwelten. Ursprünglich zeigten sie die Oberelbe zwischen Děčín und Meißen, mit regionalen Bahnen wie Lößnitzdackel und Weißeritztalbahn.

Später kamen neue Welten dazu: "Dann haben wir ein Stück Schweiz gebaut. 2020 kam noch die USA dazu." Heute stehen hier über 300 Modelle – die meisten originalgetreu aus der Region.

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Dazu gehören bekannte Orte wie Moritzburg, das Prebischtor und Weesenstein.

Die Eisenbahnwelten sind ein Paradies für Familien und Eisenbahnfans.
Die Eisenbahnwelten sind ein Paradies für Familien und Eisenbahnfans.  © Norbert Neumann
Mit ganz viel Liebe zum Detail wurde hier gebastelt.
Mit ganz viel Liebe zum Detail wurde hier gebastelt.  © Norbert Neumann

Eisenbahnwelten: Gesamtpaket kostet 1,75 Millionen Euro

Hier wird der ganze Zugverkehr von einem der zwölf Mitarbeiter überwacht.
Hier wird der ganze Zugverkehr von einem der zwölf Mitarbeiter überwacht.  © Norbert Neumann

Jetzt möchte Hanisch in seinen wohlverdienten Ruhestand gehen. "Ich habe mittlerweile 55 Jahre Arbeit auf dem Buckel."

Die Entscheidung fiel ihm schwer: "Das ist mein Lebenswerk. In der ersten Nacht habe ich kein Auge zugekriegt, und auch meine Mitarbeiter mussten das alles erst mal verkraften."

Nun sucht er einen Nachfolger, am besten jung und mutig: "Im Idealfall mit Eisenbahnblut und ein bisschen Geld."

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1,75 Millionen Euro kostet das Gesamtpaket inklusive Pension, Restaurant und Anlage.

Bis sich jemand Geeignetes findet und der Verkauf klappt, läuft der Betrieb ganz normal weiter.

"Wenn es dieses Jahr nichts wird, dann vielleicht nächstes Jahr", erklärt Hanisch entspannt. Gäste aus nah und fern müssen sich also vorerst keine Sorgen machen.

Titelfoto: Norbert Neumann

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