Rücksichtsloses Liebespaar? Denkmäler in der Sächsischen Schweiz beschädigt

Sächsische Schweiz - Ärger im Elbsandsteingebirge! Unbekannte machten es sich seit Mitte Juni zur Aufgabe, Denkmäler und Felsen im Nationalpark Sächsische Schweiz mit den Initialen "J+D" zu verzieren. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

Auch die "Triangulationssäule" auf dem Cottaer Spitzberg in der Sächsischen Schweiz wurde beschädigt.  © Marko Förster

Felsmeißeleien sind eine ärgerliche Tradition in der Sächsischen Schweiz: Schon vor Hunderten Jahren hinterließen Ausflügler hier ihre Spuren. Deutlich übertrieben haben es jetzt "J+D", teilweise, wie an der Schrammsteinaussicht, mit einem Herz versehen. Ob dahinter tatsächlich ein Liebespaar steht, ist unbekannt.

Seit Montagnachmittag suchen die Behörden nach den aktuellen Tätern - bislang jedoch ohne Erfolg. Wie die Polizei mitteilte, nutzen die Übeltäter Akku-Werkzeuge, um die Buchstaben in die Denkmäler sowie den Sandstein zu ritzen.

Neben den Initialen ergänzten die Unbekannten ein Herzsymbol. Von den Beschädigungen sind unter anderem die Schrammsteinaussicht, der Papststein, die Herkulessäulen und das Schrammtor betroffen.

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Nach ersten Erkenntnissen seien die eingeritzten Symbole und Buchstaben in 13 Bereichen des Nationalparkes entdeckt worden - ob es noch mehr gibt, ist unklar. Die Schadenshöhe liegt derzeit noch nicht vor.

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Die unbekannten Täter ritzen "J+D" in die Objekte.  © Marko Förster
An der Aussicht vor den Herkulessäulen ist die Beschädigung schon von weitem zu sehen.  © privat

Einzigartige Felsen und wunderschöne Aussichten wurden "entstellt"

An 13 Orten wurden die riesigen Buchstaben in den Stein geschlagen.  © privat

Auch vor Denkmälern machten die Vandalen nicht halt: "Diese Vandalismusserie ist für uns mehr als ein Ärgernis", sagt Christina Tscheuschner (39), Referentin Wald- und Flächenmanagement, gegenüber TAG24. "Es sind auch kulturhistorische Zeugnisse unserer Nationalparkregion wie Triangulierungssäule und ein Obelisk betroffen."

Bei den Säulen wurden zur Vermessung in Sachsen zwischen 1862 und 1890 aufgebaut, der Obelisk wurde 1889 zur 800-Jahr-Feier der Wettiner auf dem Lilienstein errichtet.

"Aber vor allem sind auch unsere einzigartigen Felsen und wunderschöne Aussichten entstellt", so die Referentin. "Auch wenn wir die Buchstaben noch so behutsam entfernen oder verfüllen, ist die Oberfläche dauerhaft beschädigt."

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Nun wird gegen die unbekannten Schmierfinken wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung ermittelt. Wer Hinweise zu den Straftaten sowie den gesuchten Personen geben kann, wird gebeten, sich unter dieser Rufnummer zu melden: 0351 483 22 33.

zuletzt aktualisiert: 17.13 Uhr

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