Schau an! Kleine Hufeisennase im Nationalpark aufgetaucht

Sächsische Schweiz - Doppelter Jubel für Natur- und Tierfreunde: In der Sächsischen Schweiz wurde nicht nur die äußerst seltene Teichfledermaus in ihrem Winterquartier bestätigt. Auch die Bestände der Kleinen Hufeisennase erholen sich spürbar und besiedeln wieder Höhlen der Region.

Hanspeter Mayr (61) vom Nationalpark Sächsische Schweiz. Die Sächsische Schweiz ist nicht nur malerische Kulisse, sondern auch wichtiger Lebensraum für Tiere.
Hanspeter Mayr (61) vom Nationalpark Sächsische Schweiz. Die Sächsische Schweiz ist nicht nur malerische Kulisse, sondern auch wichtiger Lebensraum für Tiere.  © Montage: IMAGO/Frank Bienewald, Daniel Förster

Anfang Februar konnten Beobachter die deutschlandweit bedrohte Teichfledermaus in ihrem Winterquartier nahe der Nationalparkgrenze beobachten.

Zwar sei die Fortpflanzung der seltenen Art noch nicht letztgültig nachgewiesen. "Die Beobachtung im Winterquartier legt aber nahe, dass sich die Art inzwischen häufiger hier aufhält", sagt Nationalpark-Sprecher Hanspeter Mayr (61).

Grund zum Jubel lieferten auch Höhlenforscher, die in diesem Winter ein bisher unbekanntes Überwinterungsquartier der Kleinen Hufeisennase mit 65 Tieren in einer der Höhlen gefunden haben.

Umstrittenes Gesetz soll kommen: Polizei schießt bald mit Tasern und darf Kennzeichen scannen
Sachsen Umstrittenes Gesetz soll kommen: Polizei schießt bald mit Tasern und darf Kennzeichen scannen

Diese Fledermausgattung gelte deutschlandweit als selten. Im 20. Jahrhundert sei sie sogar fast ausgestorben.

Überwinterungsquartier der Kleinen Hufeisennase entdeckt: In der Höhle befanden sich insgesamt 65 Tiere dieser Fledermausart.
Überwinterungsquartier der Kleinen Hufeisennase entdeckt: In der Höhle befanden sich insgesamt 65 Tiere dieser Fledermausart.  © Staatsbetrieb Sachsenforst
Eine seltene Teichfledermaus hat ihr Winterquartier im Nationalpark gefunden.
Eine seltene Teichfledermaus hat ihr Winterquartier im Nationalpark gefunden.  © Staatsbetrieb Sachsenforst

Weil die Kleine Hufeisennase tief fliegt, müssen Autos langsamer fahren

Seit 2013 sorgt "Hufi" in Dresden übrigens für Tempo 30 auf der Dresdner Waldschlößchenbrücke, denn sie kann sich mit ihrem Echo-Signal nur auf kurze Distanz orientieren und fliegt zudem nah an der Erdoberfläche. Dadurch wird das Flattertier schnell zum Opfer vorbeifahrender Autos.

Mayr: "In den letzten Jahren haben Fledermauskundler mehrere neue Wochenstuben der Kleinen Hufeisennase in Gebäuden in der Sächsischen Schweiz gefunden. Damit ist deren Fortpflanzung in der Nationalparkregion belegt."

Titelfoto: Staatsbetrieb Sachsenforst

Mehr zum Thema Sächsische Schweiz: