Sächsische Schweiz - Doppelter Jubel für Natur- und Tierfreunde: In der Sächsischen Schweiz wurde nicht nur die äußerst seltene Teichfledermaus in ihrem Winterquartier bestätigt. Auch die Bestände der Kleinen Hufeisennase erholen sich spürbar und besiedeln wieder Höhlen der Region.
Anfang Februar konnten Beobachter die deutschlandweit bedrohte Teichfledermaus in ihrem Winterquartier nahe der Nationalparkgrenze beobachten.
Zwar sei die Fortpflanzung der seltenen Art noch nicht letztgültig nachgewiesen. "Die Beobachtung im Winterquartier legt aber nahe, dass sich die Art inzwischen häufiger hier aufhält", sagt Nationalpark-Sprecher Hanspeter Mayr (61).
Grund zum Jubel lieferten auch Höhlenforscher, die in diesem Winter ein bisher unbekanntes Überwinterungsquartier der Kleinen Hufeisennase mit 65 Tieren in einer der Höhlen gefunden haben.
Diese Fledermausgattung gelte deutschlandweit als selten. Im 20. Jahrhundert sei sie sogar fast ausgestorben.
Weil die Kleine Hufeisennase tief fliegt, müssen Autos langsamer fahren
Seit 2013 sorgt "Hufi" in Dresden übrigens für Tempo 30 auf der Dresdner Waldschlößchenbrücke, denn sie kann sich mit ihrem Echo-Signal nur auf kurze Distanz orientieren und fliegt zudem nah an der Erdoberfläche. Dadurch wird das Flattertier schnell zum Opfer vorbeifahrender Autos.
Mayr: "In den letzten Jahren haben Fledermauskundler mehrere neue Wochenstuben der Kleinen Hufeisennase in Gebäuden in der Sächsischen Schweiz gefunden. Damit ist deren Fortpflanzung in der Nationalparkregion belegt."