Vogelbrut! In der Sächsischen Schweiz werden Klettergipfel gesperrt
Sächsische Schweiz - Pssst! Zum Schutz der Bruten von Wanderfalke, Uhu und Schwarzstorch gibt es im Elbsandstein wieder zeitlich befristete Sperrungen. Bergsportler und Wanderer sollten sich darauf einstellen.
"Die Wanderfalken sind am Balzen und einige brüten schon", sagte Nadja Rademacher vom Nationalpark Sächsische Schweiz.
Die Uhus beschäftigen sich fast alle schon mit dem Brüten. Nur einige Nachzügler der Art werben noch, um auch noch zum Zug zu kommen.
Rademacher berichtete freudig: "Die ersten Schwarzstörche sind auch schon zurück aus dem Süden. Sie wurden diese Woche im Gebirge gesichtet."
Wanderfalke, Uhu und Schwarzstörche gelten als bedroht
Die drei Vogelarten gelten allesamt bedroht und extrem störungsempfindlich. Zu ihrem Schutz trifft man vor Ort deshalb besondere Vorkehrungen: Von den 1135 zugelassenen Klettergipfeln in der Sächsischen Schweiz bestehen an etwa 30 Gipfeln derzeit Sperrungen. Weitere flexible Sperrungen können hinzukommen - je nach Brutgeschehen.
Diese Gipfelsperrungen werden in Absprache mit den Bergsportverbänden festgelegt und bekannt gegeben. Sie dauern längstens (von Mitte Januar) bis Mitte August.
Der Nationalpark Böhmische Schweiz betreibt Vogelschutz auf ähnliche Art und Weise. Dreisprachige Schilder (Tschechisch, Deutsch, Englisch) und teils auch Absperrbänder markieren dort gesperrte Gipfel und Bereiche.
Alle weiteren Informationen zu Sperrungen findet Ihr auf der Website.
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