Schockanrufe, Enkeltrick und Co.: Betrüger erbeuten Millionen in Sachsen

Von Birgit Zimmermann

Dresden - Telefonbetrüger haben im vergangenen Jahr in Sachsen von überrumpelten Opfern Geld und Wertsachen im Wert von mehr als 2,7 Millionen Euro erbeutet.

Schockanrufe nehmen zu: Betrüger geben sich als Polizisten aus, setzen Senioren schwer unter Druck. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn

Nach einer Übersicht des Landeskriminalamtes (LKA) waren die Täter zumeist mit sogenannten Schockanrufen erfolgreich. Davon wurden 1077 in Sachsen erfasst. Dazu kamen noch 23 Enkeltrick-Fälle. 

Schockanrufer haben es besonders auf Senioren abgesehen. Sie geben sich am Telefon häufig als Polizisten, Staatsanwälte oder Ärzte aus, erzählen den Angerufenen, dass ein Verwandter einen schweren Unfall verursacht habe und nur eine Kaution ihn vor dem Gefängnis bewahren könne.

Dabei werden die Opfer von den Betrügern am Telefon stark bedrängt und unter Druck gesetzt, bis sie im schlimmsten Fall einem Abholer Geld oder Schmuck übergeben.

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Laut LKA waren voriges Jahr von den mehr als 1000 Schockanrufen in Sachsen 77 erfolgreich. Dabei wurden insgesamt fast 2,6 Millionen Euro an die Betrüger übergeben. Ein Jahr zuvor hatten die Polizei 765 Schockanrufe registriert, von denen 83 erfolgreich waren. 

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2025 mehr Schockanrufe als im Jahr davor

Laut LKA waren im vergangenen Jahr 77 von mehr als 1000 Schockanrufen in Sachsen erfolgreich. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

Seltener geworden ist in Sachsen der Enkeltrick. Dabei melden sich angebliche Verwandte bei den Angerufenen, täuschen eine Notlage vor und bitten um Geld.

In den 23 bekannten Fällen im Jahr 2025 waren die Täter sechsmal erfolgreich und erbeuteten insgesamt 132.000 Euro.

Bei den Schockanruf-Banden handelt es sich nach Einschätzung des Landeskriminalamtes um international agierende, hochprofessionelle Gruppierungen.

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