Wilsdruff - Eigentlich sollte der Verkehr über die A4-Anschlussstelle Wilsdruff in Richtung Dresden zum letzten August-Wochenende wieder rollen. Doch daraus wird nichts: Die Sperrung dauert länger als ursprünglich geplant.
Grund dafür sind zwei Sprenggranaten, die Arbeiter vor zwei Monaten im Baufeld entdeckten. "Es wurde umgehend ein Baustopp für die Erdarbeiten im Kreisverkehr verhängt. Die Granaten wurden durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Sachsen geborgen und entschärft", erklärte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV).
Nach einer umfassenden Sondierung konnten die Erdarbeiten vollständig fortgesetzt werden. Die Fertigstellung geriet dadurch jedoch in Verzug.
Neuer Termin für die Freigabe ist nun der 19. September, lässt das LASuV wissen. "Während der Sperrung der Anschlussstelle wurde der gesamte Kreuzungsbereich umfassend umgebaut. Parallel dazu erneuerte die Autobahn GmbH die Fahrbahn, die Markierung und die Schutzeinrichtung der Auf‑ und Abfahrt in Richtung Dresden", heißt es.
Die Maßnahmen würden im Rahmen des Umbaus der S177 erfolgen. Der Abschnitt erstrecke sich von der A4-Brücke bis zum Abzweig der kommunalen Meißner Straße und solle Ende 2026 fertig sein.
Die Kosten betragen rund 3,6 Millionen Euro. Davon übernimmt der Freistaat Sachsen 2,2 Millionen Euro, die Autobahn GmbH 1,4 Millionen Euro.