Gohrisch - Mit dem Konzert "Jüdische Begegnungen" sind die 17. Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch am Sonntag zu Ende gegangen. Das Festival stand in diesem Jahr unter dem Motto "Tacheles" und griff damit das "Jahr der jüdischen Kultur" 2026 in Sachsen auf.
Die Verbindung zu Dmitri Schostakowitsch ist eng: Der Komponist beschäftigte sich in seiner Musik immer wieder mit jüdischen Einflüssen. Zum Abschluss erklang unter anderem Schostakowitschs Liederzyklus "Aus jiddischer Volkspoesie". Außerdem setzte das Festival seine Musik in Beziehung zu Werken von Mendelssohn.
Das viertägige Festival zählte insgesamt sieben Konzerte und eine Lesung. Trotz großer Hitze kamen viele Besucher in die Gohrischer Konzertscheune. "Dass unser Festival wie geplant stattfinden konnte, grenzt an ein Wunder", sagte der Künstlerische Leiter Tobias Niederschlag angesichts der Temperaturen. Die Bilanz kann sich mit 90 Prozent Auslastung und Rekordeinnahmen sehen lassen.
Für besondere Momente sorgte die Pianistin Elisabeth Leonskaja, die erstmals in Gohrisch auftrat und den Internationalen Schostakowitsch Preis erhielt.
Auch die Geigerin Elli Choi und Dirigent Ingo Metzmacher feierten ihre Premiere beim Festival. Gefeiert wurden außerdem Gidon Kremer mit der Kremerata Baltica, Nils Mönkemeyer, Vadim Gluzman, das Quatuor Danel sowie die Musiker der Sächsischen Staatskapelle Dresden.
Die nächsten Schostakowitsch-Tage finden vom 24. bis 27. Juni 2027 statt.